by Julius Rodenberg (1831 - 1914)

Ei, säß' ich wo der Pfeffer wächst!
Language: German (Deutsch) 
Ei, säß' ich wo der Pfeffer wächst!
Muß ich so spät noch wachen.
Mich hat das Mädel ganz behert
Mit Scherzen, Lied und Lachen.
Der Wein hat mir nit sehr gemund't,
Ich fühle mich so gar verwund't -
Wer weiß, was mir möcht' frommen?

Um's Kämmerlein, darin sie liegt,
Die nächtigen Winde rauschen.
Die Lind' ihr Haubt ans Fenster schmiegt,
Als wollt sie was belauschen.
Ja, wär' ich hier im Haus nicht Gast,
Ich säß' wol auf dem höchsten Ast -
Das möchte sacht mir frommen.

Ist das ein Gram, ein schönes Kind
Zu sehn, und gleich zu mißen!
Da wollt' ich doch, ich wäre blind
Und tät von gar Nichts wissen.
So aber bin ich ein junger Knab',
Helle Augen, durstigen Mund ich hab', -
Und kann mir gar Nichts frommen!

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Confirmed with Deutsche Wochenschrift, herausgegeben von Karl Gödeke, Volume 1, Hannover, Nov. 15 1854, page 87.


Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)


Researcher for this text: Dr. Gerrit den Hartogh

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