by Rudolph Baumbach (1840 - 1905)

Je gröber der Wirth, desto schöner sein...
Language: German (Deutsch) 
Je gröber der Wirth, desto schöner sein Kind;
Das ist eine goldene Regel.
Je gröber der Wirth, desto feuriger rinnt
Der Wein aus dem hölzernen Legel.
So war es vor Zeiten im rothen Hahn
An der Ecke der Himmelpfortgassen.
Was hab' ich mir nicht von dem Grobian
Still duldend gefallen lassen! 

Und nun, wie hat sich das Blatt gewandt,
Wie schmählich bin ich betrogen!
Wirthstöchterlein ist aus Stadt und Land
Mit ihrem Buhlen gezogen.
Holzapfelsauren Dreimännerwein
Kredenzt eine böse Sieben.
Von allem, was war, ist ganz allein
Die Grobheit des Wirthes geblieben.

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Confirmed with Von der Landstrasse. Lieder von Rudolf Baumbach, sechzehntes Tausend, Leipzig: A. G. Liebeskind, 1896, page 95.


Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)


Researcher for this text: Melanie Trumbull

Text added to the website: 2019-03-08 00:00:00
Last modified: 2019-03-08 17:02:38
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