by August Hermann Niemeyer (1754 - 1828)

Die Nacht entfleucht
Language: German (Deutsch) 
Die Nacht entfleucht, 
Die Sonne steigt 
Aus goldnem Wolkenmeere. 
Sie kommt voll Pracht, 
Und strahlt mit Macht 
Zu ihres Schöpfers Erde. 

Schön blinkt der Thau 
Auf bunter Au, 
Der Vogel schwingt den Flügel, 
Die Lämmer ziehn 
Durch Wiesengrün, 
Schön duftet Thal und Hügel.  

Die Schöpfung lacht, 
Der Wald erwacht, 
Und alle Vögel loben 
So wunderschön, 
In Wald und Höhn, 
Den guten Vater droben.   

Ihn lobt die Flur, 
Und die Natur 
Singt ihrem Schöpfer Lieder; 
Er ist so treu, 
Und immer neu 
Kommt seine Güte wieder. 

So silberhell, 
Wie sich ein Quell 
Durchs stille Thal ergießet, 
Gibt daß so klar 
Hier immerdar 
So rein mein Leben fließet.  

H. Nägeli sets stanzas 3, 2, 4

About the headline (FAQ)

Confirmed with Gesangbuch für höhere Schulen und Erziehungsanstalten.Vierte Abtheilung: Gesänge zu bestimmten Zeiten und bey besondern Veranlassungen. Halle: zu finden in der Buchhandlung des Waisenhauses, 1785. in "Gesänge am Morgen," song no. 251, page 203; Nägeli's setting confirmed with Gesangbildungslehre für den Männerchor. Zweite Hauptabtheilung: Chorgesangschule.Beylage A, Erstes Heft. Lieder. Zürich: H. G. Nägeli, 1817. Song no.5, page 12.


Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)


Researcher for this text: Melanie Trumbull

Text added to the website: 2017-02-07 00:00:00
Last modified: 2017-02-07 11:39:23
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