by Karl August Förster (1784 - 1841)

Ich weiß ein Mägdlein, rein wie Gold
Language: German (Deutsch) 
Ich weiß ein Mägdlein, rein wie Gold,
Ein Mägdlein sonder gleichen:
Dem König blühet keins so hold
In seinen weiten Reichen.

Ach, hätt' ich selbst ein Königreich
Es um mein Lieb zu geben!
Ich gäbe, was ich hätte, gleich,
Mein Land, mein Herz, mein Leben!

Ihr Aug' ein Himmel klar und rein,
Den lichte Engel hüten;
Ihr Herz ein reicher Wunderschrein
Voll Lieb' und Lenzesblüten!

Ihr Mund ein Quell der Lust, ihr Haar
Ein Goldnetz, ausgehangen,
Um Greis und Jüngling wunderbar 
Zu fesseln und zu fangen.

Sie ist so reich, so arm bin ich
Und habe nichts zu spenden!
Hat Erde keinen Trost für mich,
Wird's einst der Himmel wenden.

Doch bis zum lezten Schlag, mein Herz,
Ob alle Sterne schwinden,
Halt' aus und laß in Lieb und Schmerz
Dich stark und treu erfinden!

O. Nicolai sets stanzas 1-2, 5-6

About the headline (FAQ)

View text with footnotes

Confirmed with Gedichte von Karl Förster, erster Theil, Leipzig: F. A. Brockhaus, 1843, pages 118 - 119.


Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)


Research team for this text: Auditorium du Louvre , Dr. Gerrit den Hartogh , Melanie Trumbull

This text was added to the website between May 1995 and September 2003.
Line count: 24
Word count: 134