by Christian Samuel Schier (1791 - 1824)

Die Blumen
Language: German (Deutsch) 
Ach, wie der Himmel so tief und so blau,
grünend die Hügel und duftend die Au';
könnt' ich wie Lüfte von Veilchen verweh'n
und in dem Strom des Entückens vergeh'n!

Blumen, o Blumen, was regt sich in euch?
Fühl' ich beinah' doch euch zarten mich gleich.
Himmlischer Balsam entquillt euch mit Lust,
Balsam des Liedes entquillt meiner Brust.

Blumen, o Blumen, so möcht' ich vergeh'n!
Liederduft müsste dem Busen entweh'n,
dann schlösse die Blume sich freundlich und sacht,
duftend verschwebet der Geist in der Nacht.

Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)

  • by Karl Gottlieb Reissiger (1798 - 1859), "Die Blumen", op. 101 (Gesänge und Lieder für Mezzo-Sopran (oder Bariton) mit Begleitung des Pianoforte, 23ste Liedersammlung) no. 5, published 1835 [ mezzo-soprano or baritone and piano ], Leipzig, Hofmeister [sung text checked 1 time]

Research team for this text: Bertram Kottmann , Johann Winkler

This text was added to the website: 2020-08-23
Line count: 12
Word count: 85