by (Karl) Wilhelm Osterwald (1820 - 1887)

Ich geh' nicht in den grünen Hain
Language: German (Deutsch) 
Ich geh' nicht in den grünen Hain,
  Ich geh' in die braune Haide,
Da kann ich endlich ganz allein
  Bleiben mit meinem Leide.

Die Föhren ächzen, der Stürme Thor
  Wirbelt im gelben Sande,
Ein schwarzes Wetter zieht empor 
  Über dem Haiderande.

Die Haide woget wie ein Meer
  Und schüttelt die rothen Blüthen,
Da wild die Winde hin und her
  Ihr braunes Haar durchwüthen.

Die Blitze zucken, der Donner rollt
  Dumpf über die braune Haide,
So zuckt mein Schmerz, so zittert und grollt 
  Mein Herz in seinem Leide. 

Confirmed with Gedichte von Wilhelm Osterwald, Dritte umgearbeitete und vermehrte Auflage, Leipzig, Verlag von F. G. C. Leuckart (Constantin Sander), 1873, page 40.


Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)

  • by Hans Huber (1852 - 1921), "Ich geh' nicht in den grünen Hain", op. 39 (Vier Gesänge für grossen Männerchor) no. 3, published 1878 [men's chorus a cappella], Leipzig, Rieter-Biedermann [
     text not verified 
    ]

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

This text was added to the website: 2013-12-08
Line count: 16
Word count: 87