by Franz Josef Stritt (1831 - 1911)

Es ist kein Blümlein so verborgen
Language: German (Deutsch) 
Es ist kein Blümlein so verborgen, 
Sein Kelch so aufscheinbar und klein. 
Es fällt in stillen Frühlingsnächten 
Ein Tröpflein Honig doch hinein.  

Es wacht kein Vöglein auf am Morgen, 
So eingeschüchtert und verzagt, 
Das nicht beim ersten Frühlingswehen 
Ein kleines Lied zu singen magt. 

Es ist kein Herz so voll von Sorgen, 
So voll von Leid und bitt'rer Qual: 
Ein Balsam fließt in seine Wunden 
Beim ersten Frühlingssonnenstrahl! 

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Confirmed with Fliegende Blätter, 106. Band, ed. by J. Schneider, München: Braun & Schneider, 1897, no. 2695, page 113. Appears in issue dated 19 März 1897.


Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)

  • by Reinhold Becker (1842 - 1924), "Frühlingswehen", op. 109 (Drei Lieder für 1 hohe -- für 1 tiefe Singstimme mit Pianoforte) no. 3, published 1901 [ voice and piano ], Leipzig, Herrn. Seemann Nachf. [sung text not yet checked]

Researcher for this text: Melanie Trumbull

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