by Oscar von Redwitz-Schmölz (1823 - 1891)

Rosen leuchten, Lilien blinken
Language: German (Deutsch) 
Rosen leuchten, Lilien blinken,
Wo ich geh' durch's Waldrevier;
Und sie gaukeln und sie winken,
Und sie neigen sich zu mir.

Doch im Laub so fromm verstohlen,
Glänzt ein Blümlein makellos;
Und ich kniee, mir's zu holen,
Doch es drückt sich bang in's Moos.

Sieht mich an mit feuchten Augen 
Wie ein banges, fragend Kind:
Ach, was soll denn ich dir taugen,
Wo so stolze Blumen sind? 

Doch ich brech's mit trautem Kosen:
Liebes Blümlein, sei nur still!
Laß die Lilien, laß die Rosen!
Breche dich, weil Gott es will. 

About the headline (FAQ)

Confirmed with Gedichte von Oscar von Redwitz, Mainz, Verlag von Kirchheim und Schott, 1852, pages 39-40.


Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)

  • by Woldemar Voullaire (1825 - 1902), "Rosen leuchten, Lilien blinken", op. 19 (Drei Lieder für 1 Singstimme mit Pianofortebegleitung) no. 1, published 1890 [voice and piano], Leipzig, Robolsky [
     text not verified 
    ]

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

This text was added to the website: 2013-10-02
Line count: 16
Word count: 90