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Sechs Lieder auf alte Gedichte

Word count: 467

Song Cycle by Max Kowalski (1882 - 1956)

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1. Des-Herzen-slüzzelîn [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: Mittelhochdeutsch

Translation(s): ENG GER

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Elisabeth Siekhaus) , "You are mine, I am thine", copyright © 2008, (re)printed on this website with kind permission


Dû bist mîn, ich bin dîn:
des solt dû gewis sîn.
dû bist beslozzen
in mînem herzen:
verlorn ist das slüzzelîn:
dû muost immer drinne sîn.


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

2. Der entflogene Falke [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: Mittelhochdeutsch

Translation(s): GER

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Ich zôch mir einen valken   mêre danne ein jâr. 
dô ich in gezamete    als ich in wolte hân 
und ich im sîn gevidere    mit golde wol bewant, 
er huop sich ûf vil hôhe    und floug in anderiu lant.  

Sit sach ich den valken    schône vliegen: 
er fuorte an sînem fuoze    sîdîne riemen, 
und was im sîn gevidere    alrôt guldîn.
got sende si zesamene    die geliebe wellen gerne sîn.


Confirmed with Deutsche Liederdichter des zwoelften bis vierzehnten Jahrhunderts, ed. by Karl Bartsch, Berlin, B. Behr's Verlag (E. Bock), 1893.


Submitted by Melanie Trumbull

3. Maria ging hinaus

Language: German (Deutsch)

Authorship

  • by Anonymous / Unidentified Author

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4. Wo sind die Stunden [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

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     Wo sind die stunden
         Der süssen zeit /
     Da ich zu erst empfunden /
         Wie deine lieblichkeit
     Mich dir verbunden?
Sie sind verrauscht / es bleibet doch dabey /
Daß alle lust vergänglich sey.

     Das reine schertzen /
         So mich ergetzt /
     Und in dem tieffen hertzen
         Sein merckmahl eingesetzt /
     Läst mich in schmertzen /
Du hast mir mehr als deutlich kund gethan /
Daß freundlichkeit nicht anckern kan.

     Das angedencken
         Der zucker-lust /
     Will mich in angst versencken.
         Es will verdammte kost
     Uns zeitlich kräncken /
Was man geschmeckt / und nicht mehr schmecken soll /
Ist freudenleer und jammervoll.

     Empfangne küsse /
         Ambrirter safft /
     Verbleibt nicht lange süsse /
         Und kommt von aller krafft;
     Verrauschte flüsse
Erquicken nicht. Was unsern geist erfreut /
Entspringt aus gegenwärtigkeit.

     Ich schwamm in freude /
         Der liebe hand
     Spann mir ein kleid von seide /
         Das blat hat sich gewand /
     Ich geh' im leide /
Ich wein' itzund / daß lieb und sonnenschein
Stets voller angst und wolcken seyn.


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

5. Das Tal der Liebe [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch) after the English

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O selig, selig Thal,
Thal der Liebe mir einmal!
O heilger, heilger Baum,
Unsrer ersten Schwüre Raum.
Wo erröthend
Und erblödend
Süß ihr Herz zerfloß,
Und in Wort und Blicken welche Liebe goß!

Korinna's süsser Schwur,
War ach! war ein Zephir nur!
Sie kennt nicht mehr den Baum,
Unsrer ersten Liebe Raum!
Schmeicheleien,
Tändeleien
Lockten sie von mir,
Zogen ach! das leichte Mädchen weg von hier.

Ihr Blümchen in dem Thal,
Trauert, trauert allzumal!
Du Nachtigall im Baum,
Klage meines Lebens Traum --
Girrt, ihr treuen
Turteltäubchen,
Seufzer in mein Ach,
Daß die Falsche hier so süß das Herz mir brach.


Aus D'Urfeys Collection of Ballads and songs Vol. 3. p. 49. wo es mit der Melodie zu finden.

Submitted by Emily Ezust [Administrator]

6. Lied der Morgenröte [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch) after the French (Français)

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Komm Aurore!
Und entflore
Mir dein Purpurangesicht:
Deine Stralen,
Ach sie mahlen
Mir mein Purpurmädchen nicht.

Ihre süsse
Himmelsküsse,
Mit Ambrosia gespeist;
Wer sie küsset,
Der geniesset
Nektarthau und Göttergeist.

Schlank, wie Reben
Aufwärts schweben,
Schwebt ihr Schwanenwuchs hinan:
Wie die ferne
Morgensterne,
Glänzet mich ihr Auge an.

Ihren schönen
Zarten Tönen
Horcht und schweigt die Nachtigal:
Hain und Bäume
Stehn wie Träume
Am verstummten Wasserfall.

Blumen sprossen
Hingegossen,
Wo ihr zarter Tritt geschwebt:
Amoretten
Winden Ketten
Wo sie spricht und liebt und lebt.

Alle Leiden
Werden Freuden,
Täglich ihren Blick zu sehn:
Um sie scherzen,
In ihr herzen
Tugenden und Grazien.


Note from poem: Ein sehr bekanntes Lied, so Heinrich dem Vierten zugeschrieben wird. Es steht unter andern im Recueil de Romances 1767. p. 109.

Submitted by Emily Ezust [Administrator]

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     - Emily Ezust

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