The LiederNet Archive
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Se lengt

Language: Plattdeutsch

De See is vuller Water,
Dat Hart is luter Blot,
Un kumt de Maan an Hęben,
So stiggt un fallt de Floth.

Un seeg ik em vun widen,
So stiggt mi all dat Blot:
So stiggt de See un fallt se,
Un kumt un ebbt de Floth.

An Hęben treckt de Wulken,
To Föten rullt de See,
De Welt is grot un eensam,
Min Hart so lütt un weh.

Ob hell de Sünn der baben?
Un achter grön dat Land?
Ik seeg man grau un düster
Den Nęwel op den Strand.

De Sünn de sackt int Water,
De Hadbar kumt ut't Reth.
De See is noch int Wogen,
Se singt ęr Abendleed.

Mi sünd de Ogen slapri 
Un alle Glieder möd, 
Min Hart is noch int Wogen 
Un weent er Abendleed.

Wat dar ut Water kluckert,
Dat is de wille Swan:
Wat hett he noch to ropen
Æwer de glatte Bahn?

Ut Duff un Nęwel blinkert
Vun widen noch en Kahn:
Wull weet? dar seht ok Ogen
Torügg mit düstre Thran. --

Wa much ik swimm' un sęgeln
So ruhi as de Swan,
Oder mit de Wulken
Un mit de stille Maan!

Ik much wul as de Hadbar
To Hus so still un kleen:
Nu sta ik hier ant Water
Un hör de Waggen tehn.


Translation(s): GER

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Submitted by Emily Ezust [Administrator]

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     - Emily Ezust

Die See ist voller Wasser

Language: German (Deutsch) after the Plattdeutsch

Die See ist voller Wasser,
Das Herz ist lauter Blut,
Und kommt der Mond am Himmel,
So steigt und fällt die Fluth.

Und seh ich ihn von weiten,
So steigt mir alles Blut:
So steigt die See und fällt sie,
Und kommt und ebbt die Fluth.

Am Himmel ziehn die Wolken,
Zu Füßen rollt die See,
Die Welt ist groß und einsam,
Mein Herz so klein und weh.

Ob hell die Sonne droben?
Ob jenseit grün das Land?
Ich seh nur grau und düster
Den Nebel auf dem Strand.

Die Sonne sinkt ins Wasser,
Der Storch kommt aus dem Ried.
Die See ist noch im Wogen,
Sie singt ihr Abendlied.

Mir sind die Augen schläfrig
Und alle Glieder müd,
Das Herz wogt auf und nieder
Und weint ein Abendlied.

Was dort aus dem Wasser gluckset,
Das ist der wilde Schwan:
Was hat er noch zu rufen
Über die glatte Bahn?

Aus Duft und Nebel blinket
Von weiten noch ein Kahn:
Wer weiß? da sehn auch Augen
Zurück mit bittern Thränen. --

Wie mocht ich schwimmen, segeln,
So ruhig wie der Schwan,
Oder mit den Wolken,
Und mit dem stillen Mond!

Ich möcht wohl gleich dem Storche
Nach Haus so still und klein:
Nun steh ich hier am Wasser
Und hör die Wogen ziehn.


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Text added to the website: 2010-10-06.
Last modified: 2014-06-16 10:04:02
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