by Joseph Viktor von Scheffel (1826 - 1886)
An dem Ende seiner Tage
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Language: German (Deutsch)
Our translations: ENG
An dem Ende seiner Tage Steht der Kater Hiddigeigei, Und er denkt mit leiser Klage, Wie sein Dasein bald vorbei sei. Möchte gerne aus dem Schatze Reicher Weisheit Lehren geben, Dran in Zukunft manche Katze Haltpunkt fänd' im schwanken Leben. Ach der Lebenspfad ist holpernd, -- Liegen dort so manche Steine, Dran wir Alte, schmählich stolpernd, Oftmals uns verrengt die Beine. Ach, das Leben birgt viel Hader Und schlägt viel unnütze Wunden, Mancher tapf're schwarze Kater Hat umsonst den Tod gefunden. Doch wozu der alte Kummer? Und ich hör' die Jungen lachen, Und sie treiben's noch viel dummer, Schaden erst wird klug sie machen. Fruchtlos stets ist die Geschichte; Mögen seh'n sie, wie sie's treiben! -- Hiddigeigeis Lehrgedichte Werden ungesungen bleiben.
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View text with all available footnotesConfirmed with Josef Viktor von Scheffel, Der Trompeter von Säkkingen. Ein Sang vom Oberrhein, zweihundertfünfundvierzigste Auflage, Stuttgart: Verlag von Adolf Bonz & Comp., 1899, pages 230-231.
Text Authorship:
- by Joseph Viktor von Scheffel (1826 - 1886), no title, appears in Der Trompeter von Säkkingen, in Vierzehntes Stück. Das Büchlein der Lieder, in 2. Lieder des Katers Hiddigeigei, no. 12 [author's text checked 2 times against a primary source]
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Researcher for this page: Sharon Krebs [Senior Associate Editor]
This text was added to the website between May 1995 and September 2003.
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