by Franz Adolf Friedrich von Schober (1796 - 1882)
Der Pilger am See
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Language: German (Deutsch)
Our translations: ENG
Du lächelst aus der Felsenwiege, Geheimnißvoller Alpensee, Und weckst durch deine holden Züge Zu neuer Qual das alte Weh. Was soll dein liebesüßes Werben, Das mich im Wellenschlag umrauscht? Ich weiß es ja, daß nur Verderben In deinen kühlen Armen lauscht. So blickten ihre lieben Augen, So himmelspiegelnd -- blau und klar! Der Brust die Seele zu entsaugen, Dir ihr nun folgt unwandelbar. Drum irr' ich nun -- von ihr geschieden -- Von meinem Selbst -- durch Schicksalshohn, Hier ohne Leben, ohne Frieden, Den Schemen gleich am Acheron. O singet, silberne Sylphiden, Im lispelnden Sirenenchor Dem Sehnsuchtskranken -- Lebensmüden Die eigene Geschichte vor! Ich kann den Schmerzenszug verstehen, Der bang durch euren Wohllaut bebt, Ich habe selber diese Wehen, Die Seligkeiten selbst erlebt.
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Research team for this page: Bertram Kottmann , Sharon Krebs [Senior Associate Editor], Melanie Trumbull
Confirmed with Franz von Schober, Gedichte, Stuttgart und Tübingen: J. G. Cotta'scher Verlag, 1842, pages 32-33.
Text Authorship:
- by Franz Adolf Friedrich von Schober (1796 - 1882), "Der Pilger am See", appears in Gedichte [author's text checked 1 time against a primary source]
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This text was added to the website: 2020-04-16
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