by (Friedrich) Julius Hammer (1810 - 1862)
Wenn ich dir in die Augen sehe
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Language: German (Deutsch)
Wenn ich dir in die Augen sehe, Die Augen seltsam scheu und wild, Ist mir's wie in des Sees Nähe, Der leis im Mondlicht schwillt. Ich weiß nicht, flüstern mir die Wellen: "O komm, o komm zu uns herab!" Ich weiß nicht, ob sie warnend schwellen: "O, bleibe fern, wir sind dein Grab!" Seh ich zu mir dich lächelnd neigen, Preis ich in Demut mein Geschick. Was meiner Seele eigenst eigen, Du nimmst es hin mit einem Blick! Was ich in Glück und Leid besessen, Zieht wie ein Traumgebild von mir. Was Leben war, hab ich vergessen, Seit ich lebendig bin in dir! Und ist durch dich mir Tod gesendet, Solch Sterben ist ein süßes Heil! Der Schmerz, durch den mein Leben endet, Ist meines Lebens bester Teil.
J. Rheinberger sets stanzas 1-2, 4-5
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- by (Friedrich) Julius Hammer (1810 - 1862), "Lied", appears in Auf stillen Wegen. Dichtungen., in 3. Eine Jugendliebe, first published 1859 [author's text checked 1 time against a primary source]
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Researcher for this page: Sharon Krebs [Senior Associate Editor]
This text was added to the website: 2008-01-02
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