Da droben in jenem Thale
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Language: German (Deutsch)
Da droben in jenem Thale Da treibet das Waßer ein Rad; Es treibet nichts anders als Liebe Vom Abend bis an den Tag. Das Mülrad ist zersprungen, Die Liebe hat noch kein End. Wenn zwei von einander scheiden, Sie geben sich einander die Händ. Ach Scheiden, ach Scheiden, ach Scheiden, Wer hat das Scheiden erdacht? Er hat mein jung frisch Leben Zum Untergang gebracht. Es ist ja kein Apfel so schön rund, Es stecken zwei Kernlein darin; Es ist ja kein Mädchen im Lande, Es hat einen falschen Sinn. Wer kann denn nun vertrauen, Scheidt er ihnen aus dem Aug? Ein falscher Sinn ein hoher Muth Ist aller Jungfraun ihr Brauch. In meines Vaters Lustgarten Da stehen zwei Bäumelein Das eine das trägt Muskaten, Das andre braun Nägelein. Muskaten die sind süße, Braun Nägelein riechen gar wohl, Die will ich meim Schätzchen verehren, Daß es daran riechen soll.
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View text with all available footnotesConfirmed with Deutsche Volkslieder. Sammlung von Franz Ludwig Mittler, Marburg und Leipzig: N. G. Elwert'scher Verlag, 1855, no. 770, pages 557-558. Third of three variations. See also the first, Mülrad; and the second, Dort droben auf hohem Berge. See also Müllers Abschied
Text Authorship:
- from Volkslieder (Folksongs) , no title, subtitle: "Mündlich aus dem Waldeckischen" [author's text checked 1 time against a primary source]
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Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]
This text was added to the website: 2024-04-20
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