by Ignaz Franz Castelli (1781 - 1862)
Es ist die Thräne
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Language: German (Deutsch)
Es ist die Thräne Verkünderin, wo Schmerzen sind; Es ist die Thräne Auch hoher Freuden heitres Kind. Ach! eine Thräne Macht uns der Brust Geheimstes klar; Ist etwas so beredt und wahr Als eine Thräne? Ach! eine Thräne Ist des Gefühles schönster Thau, Schmilzt doch die Thräne Den Menschen, sei er noch so rauh; Regt doch die Thräne Ein jedes Herz zum Mitleid an; So trocknet eine Thräne dann Die andre Thräne. Du bist, o Thräne! Des Armen einz'ges Perlenkorn, Du bist, o Thräne! Des Mitgefühles reichster Born; Du bist, o Thräne! Des Liebenden Gespräch und Zier; Wie viel Gewalt liegt nicht in dir, Himmlische Thräne!
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View text with all available footnotesConfirmed with Ignaz Franz Castelli, Poetische Kleinigkeiten, viertes Bändchen, Wien: J. B. Wallishausser, 1822, pages 83 - 84.
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- by Ignaz Franz Castelli (1781 - 1862), "Die Thräne", appears in Poetische Kleinigkeiten [author's text checked 1 time against a primary source]
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This text was added to the website: 2009-05-19
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