Nachtruf
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Language: German (Deutsch)
Our translations: ENG
Auf seiner Knochenpfeife bläst der Tod, Ein bleicher Hirte an der Kirchhofsmauer lehnend, Behütet er die stille Heerde, leise, sehnend Beginnt sein einsam Lied der Tod. Das Mondlicht fließt über den weiten Plan, Unruhig hebt plötzlich die Weise an, Wie klagende Thränen die Niemand stillt, Hei! wie das jetzt wild und grausig schrillt, Wie gepeinigtes Seufzen im Weltenraum, Wie das Klagen der Seele im Fiebertraum, So heulet und gellt nun des Todes Reigen! Vor dem die Bäume sich zitternd neigen, Vor dem die Blume verhüllt ihr Gesicht, Vor dem sich der Wurm in die Erde verkriecht. Ihr Wachen, ihr Siechen, verschließt euer Ohr Dem Liede des Spielmanns beim Kirchhofstor, Es stirbt euer Herz, es starrt euer Blut, Ihr Wachen, ihr Siechen, seid auf der Hut!
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Researcher for this page: Sharon Krebs [Senior Associate Editor]
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This text was added to the website: 2009-11-19
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