by Wilhelm Müller (1794 - 1827)
Ausforderung
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Language: German (Deutsch)
Eine hohe Hahnenfeder steck' ich auf meinen Hut; mein Hut hat grüne Farbe, mein Herz hat frischen Mut. Was will die Hahnenfeder? sie ruft zum Kampf und Streit, sie ruft: Ich lieb' die Beste im Land weit und breit. Und kennst du eine Bess're, und ist sie deine Wahl, steck auf 'ne höh're Feder, so raufen wir einmal. Und muss ich unterliegen, und lieg' ich in dem Sand, ich halt' auf meinem Spruche zeitlebens festen Stand. Und ist dein Dirnel schöner, so trag's zur Stadt hinein zum Markte, zum Verkaufe, fürs Dorf ist's halt zu fein. Und ist dein Dirnel frömmer, so führ' es gleich nach Rom und lass es heiligsprechen; zur Lieb' ist's halt zu fromm!
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Researcher for this page: Johann Winkler
Confirmed with Gedichte von Wilhelm Müller in zwei Teilen, 1, Teil, Max Müller (Hrsg.), Leipzig, 1868.
Text Authorship:
- by Wilhelm Müller (1794 - 1827), "Ausforderung" [author's text checked 1 time against a primary source]
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