by Richard Fedor Leopold Dehmel (1863 - 1920)
Das Schloss
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Language: German (Deutsch)
Our translations: FRE
Ich bin arm, du bist reich, darum bau ich dir ein Schloß aus meinen purpurnsten Träumen. Das steht am grauen Nordseedeich, wo die funkelndsten Wellen schäumen. Denn unsre Liebe ist so groß, daß die ganze Welt mir ein Spiel ist; und alle Meere um unser Schloß staunen, was mein Ziel ist. Mein Ziel ist eine tiefe Nacht: wir schwimmen auf unserm Schlosse, und die Wellen springen an unsre Yacht wie trunken schreiende Rosse. Und ich lass ein wildrotes Nordlicht scheinen, du liegst vor mir in Flammen, und unser glühendes Schloß stürzt ein, und wir stürzen mit ihm zusammen und ertrinken — —
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Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]
Confirmed with Richard Dehmel, Gesammelte Werke in drei Bänden. Zweiter Band, S. Fischer Verlag, Berlin, 1913, pages 50-51.
Text Authorship:
- by Richard Fedor Leopold Dehmel (1863 - 1920), "Das Schloß", appears in Weib und Welt [author's text checked 1 time against a primary source]
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This text was added to the website: 2023-08-21
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