by Wilhelm Ritter von Hertz, Dr. (1835 - 1902)
Letzter Wunsch
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Language: German (Deutsch)
Mein Schatz will Hochzeit halten, Ich liege auf den Tod Und nehme mit zu Grabe, Was ich in Schmerz und Noth Um ihn gelitten habe. An meinem Fenster blühen Gelbveigel und Rosmarin; Wenn ich von Lieb und Jammer Hinweggeschieden bin, Tragt still sie aus der Kammer! Zwei Sträußlein sollt ihr binden, Eins heftet mir an's Kleid, Eins sendet meinem Knaben; Es ist für alle Zeit Die letzte meiner Gaben. O dürft' ich ungesehen Dem frohen Paare nah'n, Und, wenn die Glocken läuten, Ihn segnend noch umfah'n, -- Und treten still beiseiten.
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Research team for this page: Peter Donderwinkel , Sharon Krebs [Senior Associate Editor], Johann Winkler
Confirmed with Deutscher Dichterwald. Lyrische Anthologie von Georg Scherer, Vierte Auflage, Stuttgart, Eduard Hallberger, 1874, pages 517-518. Note: modern German would change the following spellings: "Noth" -> "Not"
Text Authorship:
- by Wilhelm Ritter von Hertz, Dr. (1835 - 1902), "Letzter Wunsch", appears in Gedichte, Hamburg: Hoffmann und Campe, pages 70-71, first published 1859 [author's text checked 1 time against a primary source]
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