by Ludwig Heinrich Christoph Hölty (1748 - 1776)
An den Mond
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Language: German (Deutsch)
Geuß, lieber Mond, geuß deine Silberflimmer Durch dieses Buchengrün, Wo Fantasien und Traumgestalten immer Vor mir vorüberfliehn! Enthülle dich, daß ich die Stätte finde, Wo oft mein Mädchen saß, Und oft, im Wehn des Buchbaums und der Linde, Der goldnen Stadt vergaß! Enthülle dich, daß ich des Strauchs mich freue, Der Kühlung ihr gerauscht, Und einen Kranz auf jeden Anger streue, Wo sie den Bach belauscht! Dann, lieber Mond, dann nimm den Schleier wieder, Und traur' um deinen Freund, Und weine durch den Wolkenflor hernieder, Wie dein Verlaßner weint!
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Confirmed with Gedichte von Ludewig Heinrich Christoph Hölty. Besorgt durch seine Freunde Friederich Leopold Grafen zu Stolberg und Johann Heinrich Voß. Hamburg, bei Carl Ernst Bohn. 1783, page 79; with Poetische Blumenlese Auf das Jahr 1775. Göttingen und Gotha bey Johann Christian Dieterich, page 107; and with Ludwig Christoph Heinrich Hölty's Sämtliche Werke kritisch und chronologisch herausgegeben von Wilhelm Michael, Erster Band, Weimar, Gesellschaft der Bibliophilen, 1914, page 113.
The poet's name in the first edition (Göttinger Musenalmanach 1775) is given as "T.".
Text Authorship:
- by Ludwig Heinrich Christoph Hölty (1748 - 1776), "An den Mond", written 1772, first published 1775 [author's text checked 2 times against a primary source]
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