by Karl Gottfried von Leitner (1800 - 1890)
Wolke und Quelle
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Language: German (Deutsch)
Auf meinen heimischen Bergen Da sind die Wolken zu Haus', Bin mitten innen gestanden, Und sah in's Thal hinaus. Sie aber flogen von dannen, Wie Schwäne so licht und leicht; Wär' gerne mit ihnen gezogen, So weit der Himmel reicht. Es drängte mich fort in die Fremde Zur Ferne ein wilder Trieb; Doch jetzt erscheinen mir Heimath Und Nähe gar heilig und lieb. Nun sehn' ich mich nimmer in's Weite, Hinaus in's nebelnde Blau; Nun späh' ich mit stillem Verlangen Hinab in die schmale Au. Was nickt dort unten am Fenster, Und blühet wie Morgenlicht? Ist's ihre Ros' am Gesimse, Wie oder ihr holdes Gesicht? Viel Glück ihr Wolken zur Reise! Ich ziehe nimmer mit euch; Was aber locket und lispelt Da drüben im Lenzgesträuch? Bist du es Quelle, die flistert? Ja, ja! ich eile mit dir; Du kennst ja die kürzesten Wege Hinunter, hinunter zu ihr!
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Research team for this page: Ted Perry , Peter Rastl [Guest Editor]
Confirmed with Gedichte von Carl Gottfried Ritter von Leitner. Wien, gedruckt bey J. P. Sollinger. 1825, pages 165-166; and with Gedichte von Karl Gottfried Ritter v. Leitner. Zweite sehr vermehrte Auflage. Hannover. Victor Lohse. 1857, pages 106-107.
Note: Schubert only sketched an outline of the vocal part of this song, but did neither write a title nor underlay any text. Reinhard van Hoorickx identified the poem set by Schubert and suggested a completion of Schubert's fragment.
Text Authorship:
- by Karl Gottfried von Leitner (1800 - 1890), "Wolke und Quelle", written 1822, first published 1825 [author's text checked 2 times against a primary source]
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