by Sándor Petőfi (1823 - 1849)
Translation by László Neugebauer von Aszód (1845 - 1919)
Die Wolken
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Language: German (Deutsch)  after the Hungarian (Magyar)
Wenn ich ein Vöglein wär', ich flöge Nur zwischen Wolken stets einher -- Und gar nichts Andres wollt' ich malen Als Wolken, wenn ich Maler wär'. Wie sehr ich diese Wolken liebe! Ich grüße jede, naht sie mir, Und eh' sie wieder weiter wandert, Ruf' ich ihr zu: sei Gott mit dir! Ich hab' die bunten Himmelspilger Zu guten Freunden mir gemacht; Auch sie schon kennen mich und wissen Vielleicht auch Das, was ich gedacht. Ich habe sie so oft betrachtet, Wenn sie geschlummert an der Brust Der Abend- und der Morgenröthe, Wie Kinder, hold und unbewusst. Ich sah sie, wenn heran sie zogen Wie Männer, wild und zornentfacht, Um dem Tyrannen Sturm zu liefern Auf Tod und Leben eine Schlacht. Und sah sie, wenn der kranke Jüngling, Der Mond, durchwachte Nächte lang, Und sie mit bleichem Angesichte Wie Schwestern ihn umgaben bang. Ich habe schon in allen Formen Betrachtet sie, so wechselreich, Und wie und wann auch ich sie sehe, Gefallen sie mir immer gleich. Was aber zieht mich so zu ihnen? Weil sie verwandt so ganz und gar Mit meiner Seele, die trotz Wechsel, Dieselbe bleibt auf immerdar. Doch gleichet mir die Himmelswolke In andern Dingen auch, zumal: Auch ihr wie meinem Aug' zu eigen, Die Thräne und der Blitze Strahl.
M. White sets stanzas 1, 2, 4, 7, 8
Confirmed with Gedichte von Alexander Petöfi. Aus dem Ungarischen von Ladislaus Neugebauer, Leipzig: Verlag von Otto Wigand, 1878, pages 67-68.
Text Authorship:
- by László Neugebauer von Aszód (1845 - 1919), "Die Wolken" [author's text checked 1 time against a primary source]
Based on:
- a text in Hungarian (Magyar) by Sándor Petőfi (1823 - 1849) [text unavailable]
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Researcher for this page: Sharon Krebs [Senior Associate Editor]
This text was added to the website: 2013-09-24
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