Drei Lieder , opus 71

by Heinrich Kaspar Schmid (1874 - 1953)

1. Winters Ende: So treiben wir den Winter aus [sung text not yet checked]

So treiben wir den Winter aus,
Durch unsre Stadt zum Thor hinaus,
Mit sein Betrug und Listen,
Den rechten Antichristen.

Wir stürzen ihn von Berg und Thal,
Damit er sich zu tode fall,
Und uns nicht mehr betrüge,
Durch seine späten Züge.

Und nun der Tod das Feld geräumt
So weit und breit der Sommer träumt,
Er träumet in dem Mayen,
Von Blümlein mancherleyen.

Die Blume sproßt aus göttlich Wort,
Und deutet auf viel schönern Ort,
Wer ists der das gelehret?
Gott ists, der hats bescheeret.

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Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

2. Schlaflied für's Christkindl 

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3. Brüder, lasset uns marschieren [sung text not yet checked]

Brüder, lasset uns marschieren
Hin zum grünbelaubten Wald,
Wo die Vöglein musizieren
Und das Histhorn laut erschallt!
Laßt ein Lied uns feurig singen,
Die zusammen wir gesellt.
Wo die Lieder frisch erklingen,
Ist des Sängers ganze Welt!

Seht die Vöglein in die Ästen,
Wie sie jubeln munter drein,
Wie sie allen ihren Gästen
Grüßend ein Willkommen weihn!
Antwort wollen wir euch bringen
Hoch in euer grünes Zelt!
Wo die Lieder frisch erklingen,
Ist des Sängers ganze Welt!

Rosig glänzend wölbt der Himmel
Über uns sein freundlich Dach;
Laßt uns fliehn das Weltgetümmel,
Bleib' zurücke, wer da mag!
Durch die Lüfte soll es dringen,
Was das Leben uns erhellt!
Wo die Lieder frisch erklingen,
Ist des Sängers ganze Welt!

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Confirmed with Hoch deutsches Lied! Eine Auswahl von 300 Texten, ed. by Bernhard Pompecki, Quedlinburg: Friedrich Vieweg, 1900, song no. 24, page 14.


Research team for this text: Melanie Trumbull , Paul Ezust [Guest Editor]