Leise rauscht es in den Bäumen, Und die stille Liebe wacht; Ist's vergönnt, von dir zu träumen? Süße, komm! der Abend lacht; Einen Kuß, dann gute Nacht! Lächelst du nach Mädchenweise? Unten harr' ich, Liebe wacht; In den Liedern sanft und leise Sang ich oft, wie ich gedacht: Einen Kuß, dann gute Nacht! Längst schon hat mich's fortgetrieben, Ungestüm, mit [süßer]1 Macht; Immer ist ein Wunsch geblieben, Sehnsucht hat ihn angefacht: Einen Kuß, dann gute Nacht! Laß, o laß mich glücklich scheiden, Um mich an der süßen Pracht, In den [schönsten]2 Augen weiden! Sage, wenn mein Lied vollbracht: Einen Kuß, dann gute Nacht!
Zwei Männergesänge für Soloquartett oder Chor , opus 2
by Chr. Blaufus
1. Einen Kuss, dann gute Nacht  [sung text not yet checked]
Language: German (Deutsch)
Text Authorship:
- possibly by Friedrich Fröbel (1782 - 1852), "Nachtlied"
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View original text (without footnotes)Confirmed with Die Gesänge der Völker: Mustersammlung, enthaltend 584 der vorzüglichsten Gedichte und Gesänge aller Nationen in nationalen Parallelen von Wolfgang Menzel, Dritte unveränderte Ausgabe, Leipzig, Verlag von Gustav Mayer, 1866. The attribution shown in this anthology is "Aus Fröbels Taschenliederbuch", which may indicate that Fröbel either wrote the text or simply included it in his collection. Also confirmed with Ungeheure Heiterkeit: die Lieder der Harfenisten auf der Messe, Leipzig: 1846, collected by Christoph Pietzsch, authorship unattributed; contains two small deviations noted below.
1 Ungeheure Heiterkeit: "wilder"2 Ungeheure Heiterkeit: "schönen"
2. Die Lore am Thore  [sung text not yet checked]
Language: German (Deutsch)
Von allen den Mädchen so blink und so blank Gefällt mir am besten die Lore; Von allen den Winkeln und Gässchen der Stadt Gefällt mir der Winkel am Tore Der Meister, der schmunzelt, als hab'er er Verdacht, Als hab'er Veracht auf dir Lore. Kehrreim: Sie ist mein Gedanke bei Tag und bei Nacht, Und wohnet im Winkel am Tore. Und kommt sie getrippelt das Gässchen hinab, So wird mir ganz schwül vor den Augen; Und hör' ich von weitem ihr leises Klipp-Klapp Kein Niet oder Band will mir taugen. Die Damen bei Hofe, so sehr sie sich ziern, Sie gleichen doch nicht meiner Lore. Und kommet die liebe Weihnacht heran, Und strosst mir das Geld in de Westen, Das Geld, das die Mutter zum Rock mir gesandt. Ich geb's ihr, bei ihr ist's am besten. Und würden mir Schätze vom Teufel gebracht Ich trüge sie alle wur Lore. Und kommet nun endlich auch Pfingsten heran. Nach Handwerksgebrauch, müsst' ich wandern: Dann werd ich jedoch für mein eigenes Geld Hier Bürger und Meister trotz andern. Dann werde ich Meister in dieser Stadt, Frau Meisterin wird meine Lore; Dan geht es juichheissa! bei Tag und bei Nacht, Doch nicht mehr im Winkel am Tore!