Wenn wir am frühen Morgen Schon hämmern drauf und dran, So schläft noch ohne Sorgen Das Liebchen nebenan. (Da bringt man [ihm]1 im Liede Den Morgengruß nach Brauch: Und pocht es in der Schmiede, So pocht's im Herzen auch!) Ein Handwerk ohne Liebe Das wär' ein traurig Seyn, Wenn so kein Bild uns bliebe, Das winkt mit goldnem Schein. (Es lindert die Beschwerde Mit sanftem Friedenshauch: Und brennt es auf dem Herde, So brennt's im Herzen auch!) Nicht immer bleibt es heiter, Oft wird der Himmel trüb, Wir hämmern fröhlich weiter, Weil uns die Hoffnung blieb. (Denn dünkt uns gleich die Kammer Recht traurig manchen Tag, So übertäubt der Hammer Des Herzens bangen Schlag!) Drum soll die Liebe leben Seid frisch und froh zur Hand; Nur Fleiß und Frohsinn weben Des Glückes dauernd Band. (Weil noch die Wange blühet. [Führt schnell die Meistrin ein]2: So lang' das Eisen glühet, Will's [auch]3 geschmiedet seyn!
Drei Lieder für vier Männerstimmen , opus 158
by Eduard Tauwitz (1812 - 1894)
1. Schmiedelied  [sung text not yet checked]
Language: German (Deutsch)
Text Authorship:
- by Johann Gabriel Seidl (1804 - 1875), "Schmiedlied", subtitle: "(Zum Amboß)", appears in Liedertafel, in 6. Tändeleien, Reimspiele, first published 1840
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View original text (without footnotes)Confirmed with Johann Gabriel Seidl, Liedertafel, Wien: Carl Gerold, 1840, pages 250-251.
1 Proch: "ihr"2 Randhartinger: "Lasst stets uns fröhlich sein"
3 Proch: "noch"
2. Abend  [sung text not yet checked]
Language: German (Deutsch)
Es zieht die Liebe Gottes Durch's All. Der Hirt treibt seine Heerden Zu Thal. Es flüstern leis' die Veilchen Der Au', Und schließen ihre Blüthen, So blau. Der Abendglocke Tönen Verhallt, Im tiefen Schweigen stehet Der Wald. Die Abendlüfte wehen So lind, Und in den Tannen säuselt Der Wind. Geh' ein auch du, mein Herze, Zur Ruh', Es deckt der Friede Gottes Dich zu.
Text Authorship:
- by Friedrich Wilibald Wulff (1837 - 1898), "Abend", appears in Im Frühling: Gedichte, in Lied und Leben
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Confirmed with Im Frühling: Gedichte von Friedrich Wilibald Wolff, Altona, Verlagsbureau, 1856, pages 20-21.
3. Der Wald
Language: German (Deutsch)
Der Wald ist stille
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