Mit dir zu sein! Ich denk' es mit Entzücken, In jenem schönen Thal! Wo Hain und Flur mit hellem Glanz sich schmücken, Bei'm ersten Morgenstrahl! [Dort! -- in der Frühlingssonne Schein! O, welch ein Glück! -- ]1 "Mit dir zu sein!" Mit dir zu sein! Wenn in des Schattens Kühle Uns jene Laube winkt, Wo Sonnengluth und heiße Mittagsschwüle Nur matt durch Epheu dringt! [Dann ganz der Liebe mich zu weih'n! O, welch ein Glück! -- ]1 "Mit dir zu sein!" Mit dir zu sein! Wenn bei des Tages Scheiden Sich Wolken, Wald und Flur Mit Purpurroth und dunklem Grüne kleiden, So lautlos die Natur! [Dann unter Blüthen ganz allein, O, welches Glück! -- ]1 "Mit dir zu sein!" Mit dir zu sein! Wenn in des Lebens Stunden Das Glück uns Kränze flicht! Mit dir zu sein! Im Unglück fest verbunden, Wenn jede Stütze bricht. [In Hoffnung, Schmerz, in Lust und Pein, O, welch ein Glück! -- ]1 "Mit dir zu sein!"
3 Lieder für höhere Stimme mit Pianoforte , opus 388
by Franz Wilhelm Abt (1819 - 1885)
1. Mit dir zu sein  [sung text not yet checked]
Text Authorship:
- by Gustav von Kessel , "An * * *"
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View original text (without footnotes)Confirmed with Der bayerische Volksfreund. Ein Unterhaltungs-Blatt für alle Städe, erste Hälfte des vierten Jahrganges, no editor named, München: no publisher named, 1827, page 210. Appears in issue no. 48, Sonnabend, den 21. April 1827.
1 omitted by Lindpaintner2. Aus der Ferne  [sung text not yet checked]
Lustig, lustig strömt hinein, Blüthenduft und Sonnenschein, Ferne dort in's traute Haus, Wo die Wünsche fliegen draus! Ist mir ja kein Lied vergönnt, Daß ich ganz es melden könnt': Ach! wie bis zum Tod und Grab Ich so lieb, so lieb sie hab! Lustig zieht das Thal entlang, Waldesrauschen, Vogelsang! Lustig, Winde, flieget mit, Eilt ihr nach auf Schritt und Tritt! Auf! noch schneller nehmt den Flug, Sagt's kein Lied ja schön genug: Ach! wie bis zum Tod und Grab Ich so lieb, so lieb sie hab! Doch ihr Alle kommt zurück, Nimmer faßt auch ihr mein Glück! Euer Gruß nur thut's mir kund, Daß sie dennoch mich verstund, Und sie's weiß zu jeder Zeit, Bin ich noch so fern und weit: Ach! wie bis zum Tod und Grab Ich so lieb, so lieb sie hab!
Text Authorship:
- by Friedrich Heinrich Oser (1820 - 1891), "Aus der Ferne", appears in Liederbuch, in 2. Liebeslieder, no. 219
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Confirmed with Liederbuch von Friedrich Oser, 1842-1874. Mit einem biographischen Verzeichnis der Componisten, Basel: Benno Schwabe, Verlagsbuchhandlung, 1875, page 193.
3. Die Lieb' ist erwacht  [sung text not yet checked]
Die Lieb' ist erwacht! Wie Alles mir lacht In rosigem Strahle, Der Himmel, die Thale; Der Strom und die Höhn So schön, ach! so schön! Wie's schimmert und blüht Und klingt im Gemüth, Bald jauchzend, bald sacht: Die Lieb' ist erwacht! Die Lieb' ist erwacht! Zum Tag wird die Nacht! Wie grüßen von ferne Gleich Augen die Sterne, Wie hallet mein Glück Vom Walde zurück, Und zieht's durch die Luft Dahin mit dem Duft, Bald jauchzend, bald sacht: Die Lieb' ist erwacht! Die Lieb' ist erwacht! Wie Alles mir lacht! Am holdsten die Eine, Für ewig die Meine! Wie strahlet mein Glück Ihr Auge zurück, Und sagt's mir allstund Am schönsten ihr Mund, Bald jauchzend, bald sacht: Die Lieb' ist erwacht!
Text Authorship:
- by Friedrich Heinrich Oser (1820 - 1891), "Die Lieb' ist erwacht!", appears in Liederbuch, in 2. Liebeslieder, no. 173
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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):
- ENG English (Sharon Krebs) , "Love has wakened!", copyright © 2026, (re)printed on this website with kind permission
Confirmed with Liederbuch von Friedrich Oser, 1842-1874. Mit einem biographischen Verzeichnis der Componisten, Basel: Benno Schwabe, Verlagsbuchhandlung, 1875, pages 153-154.