Es wollt' ein Jäger jagen Wollt' jagen in dem Holz, Da sieht er auf der Haide Ein Hirschlein das war stolz. "Seid ihr ein Jägermeister, Wollt' jagen in dem Holz, Hab' ich vier schöne Füßlein, Die tragen mich davon." Hast du vier schöne Füßlein, Die tragen dich davon, Führ' ich zwei schöne Windlein An einem braunen Band. "Führt ihr zwei schöne Windlein An einem braunen Band, Hab' ich zwei braune Äuglein, Die führen mich davon." Hast du zwei braune Äuglein Die führen dich davon, Hab' ich zwei kleine Hündlein, Die jagen Berg und Thal. "Habt ihr zwei kleine Hündlein, Die jagen Berg und Thal, Hab' ich zwei kleine Hörnlein, Die dringen durch den Wald." Da hebt der Jägermeister, Mit Lust zu blasen an, Des Hornes helle Stimme Dringt durch den grünen Wald. Das Thierlein aber liefe, Rasch durch dem grünen Wald, Durch Klee zu einem Brünnlein, Das Brünnlein, das war kalt. Ade, ade Herzliebste, Das Liedlein hat gemacht Ein freier, treuer Ritter, Der gern im Walde jagt. Er hat es wohl gesungen Aus seinem rothen Mund, Gott hüte mir den Ritter Vor jeder bösen Stund'!
VI Altdeutsche Lieder , opus 20
by Walther von Goethe (1818 - 1885)
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Heft 1 -- 1. Herr Jägermeister
Text Authorship:
- by Johann Paul Kaltenbaeck (1804 - 1861), no title
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- ENG English (Sharon Krebs) , copyright © 2025, (re)printed on this website with kind permission
Heft 1 -- 2. Behüt' Dich Gott!
Behüt' dich Gott zu jeder Stund', Ich merk' wohl deinen Sinn, Du stehst in meines Herzens Grund, Wie fern ich dir auch bin. Ich mein' es nicht vermessen, Die Treue sprach das Wort, Ich kann dich nicht vergessen, Und Gott ist hier und dort.
Text Authorship:
- by Johann Paul Kaltenbaeck (1804 - 1861), no title
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Heft 1 -- 3. Wer zahlt die Zeche?  [sung text not yet checked]
Mein Herz das brennt, mein Herz das brennt, Ob feines Lieb' das wohl erkennt? Lass ab, lass ab mein junger Knab, Die Lieb' die geht bei uns nicht ab! Wohl auf den Reben wächst der Wein, Kein Neider kann betrunken sein. Schenk' ein, schenk' ein, ein volles Glas, Trink' aus mein Lieb', was schadet das? Es schadet nicht, es ziemt mir wohl, Ich weiß auch den, der's zahlen soll!
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- by Johann Paul Kaltenbaeck (1804 - 1861)
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Heft 2 -- 4. Treue Minne
Herzlieb soll ich dich fragen, Ob das mag Wahrheit sein: Bin ich dir aus den Augen, Hast du vergessen mein? Und wärst du noch so ferne, Du Allerliebste mein Mein Hoffen und mein Lieben Und meine Treue blieben Bei dir, bei dir allein! Diess Wort hab ich gehöret Aus ihrem rothen Mund Dein hab' ich wohl verspüret Ein Herze das gesund. Drum will ich ruhig leben, In ihrem Dienst stets sein[,] Das glaube mir weil eben Sie mir dies Wort gegeben Die Allerliebste mein.
Text Authorship:
- by Johann Paul Kaltenbaeck (1804 - 1861)
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Heft 3 -- 5. Als der Knabe fortzog
Er hat zwei helle Äugelein, Und einen rothen Mund, Mein Herz hält er gefangen, Nach ihm steht mein Verlangen, Zu einer jeden Stund. Der Mai ist uns vergangen, Das acht' ich wahrlich klein. Ich weiß kein größ'res Leiden, Denn daß ich ihn muß meiden Den Allerliebsten mein.
Text Authorship:
- by Johann Paul Kaltenbaeck (1804 - 1861), no title
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Note: the Saloman score indicates that the text was "Mitgeteilt von J. P. Kaltenbaeck".
Heft 3 -- 6. Mein Gärtlein  [sung text not yet checked]
Hab' mir ein Gärtlein gebauet Von Veilchen und von grünem Klee, Ich fürcht', es ist mir erforen, Wie that das Scheiden so weh! Erfroren ist mir bei Sonnenschein, Ein Kräutlein: Je länger je lieber; Erforen ist mir bei Sonnenschein, Ein Blümlein: Vergiss mein nicht!
Text Authorship:
- by Johann Paul Kaltenbaeck (1804 - 1861)
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- ENG English (Sharon Krebs) , "My little garden", copyright © 2025, (re)printed on this website with kind permission