Welch süßes, leises Klingen, O horch! im Lindengang! Verborgen die Bienen singen Den letzten Abendsang. Kaum wagt's der Bach, zu rinnen, Als lauscht' er ihnen zu; Die Blumen schwanken und sinnen Und senken den Kelch zur Ruh. Und durch's Geäst hernieder Die letzten Strahlen ziehn: Mir war, als hört' ich wieder Der Kindheit Melodien.
Sechs Duette für Sopran und Alt mit Begleitung des Pianoforte , opus 90
by Gustav Heinrich Graben-Hoffmann (1820 - 1900)
1. Der Lindengang  [sung text not yet checked]
Text Authorship:
- by Friedrich Heinrich Oser (1820 - 1891), "Der Lindengang", appears in Liederbuch, in 1. Naturlieder, no. 120
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- ENG English (Sharon Krebs) , copyright © 2025, (re)printed on this website with kind permission
Confirmed with Liederbuch von Friedrich Oser, 1842-1874. Mit einem biographischen Verzeichnis der Componisten, Basel: Benno Schwabe, Verlagsbuchhandlung, 1875, page 107.
2. Armes Herz schlaf' ein  [sung text not yet checked]
Armes Herz, schlaf' ein! Tag ist längst vergangen, Schlummer hält umfangen Ringsum Groß und Klein: Armes Herz, schlaf' ein! Armes Herz, schlaf' ein! Leise erdwärts steigen In dem nächt'gen Schweigen Sel'ge Engelein: Armes Herz, schlaf' ein! Armes Herz, schlaf' ein! In dem nächt'gen Schweigen Wird auch erdwärts steigen Dir dein Engelein: Armes Herz, schlaf' ein!
Text Authorship:
- by Otto Franz Gensichen (1847 - 1933), no title, appears in Spielmannsweisen, in Liebeslieder II, no. 3
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3. Abendlied  [sung text not yet checked]
Nun schlafen die Vöglein im Neste, Nun schlummern die Blüthen am Strauch, Und unter dem Himmel die Weste, Horch, horch! sie ruhen nun auch. Nur droben, da wachen die Sterne Und singen ihr ewiges Lied, Das, hallend [aus]1 endloser Ferne, Leis über die Erde noch zieht. Und der da von Anbeginn lenket Das ganze [schimmernde]2 Heer, Auch deiner liebend gedenket, Du giltst ihm ja noch viel mehr. Der segnet die Vöglein und Blüthen, Und leitet der Winde Hauch, Der wird auch dich wohl behüten, So [ruh' im]3 Frieden nun auch!
Text Authorship:
- by Friedrich Heinrich Oser (1820 - 1891), "Abendlied", appears in Liederbuch, in 1. Naturlieder, no. 118
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- ENG English (Sharon Krebs) , "Evening song", copyright © 2017, (re)printed on this website with kind permission
Confirmed with Liederbuch von Friedrich Oser, 1842-1874, mit einem biographischen Verzeichnis der Componisten, Basel: Benno Schwabe, Verlagsbuchhandlung, 1875, pages 105-106.
1 Kienzl: "in"2 Kienzl: "schlummernde"
3 Kienzl: "ruhe in"
4. Rausche, rausche, froher Bach  [sung text not yet checked]
Rausche, rausche, froher Bach, Küsse die Blumen am Ufer wach! O wie werden sie dir's danken, Hold zu dir [sie niederschwanken]1, Und [in]2 deinen Wellen licht Lachend spiegeln ihr Angesicht! Horch, o horch, mit lautem Ton [Grüßet]3 dich freudig die Amsel schon, Schau, wie ist's an deinen Borden Überall schon grün geworden, Gelt, nun [läßt's dir's]4 keine Ruh, Frischer, muntrer Geselle du! Ach! wie freuen Busch und Baum Sich auf den wonnigen Sommertraum, O wie werden sie sich neigen Froh zu dir mit ihren Zweigen, Erlen, Weiden allzumal In dem lustigen Wiesenthal! Rausche, rausche, froher Bach, Bald ist der schlummernde Frühling wach! Rasch auf deinen [schönen]5 Wegen Zieh dem Lieblichen entgegen, Bis im Maien, dankerfreut, Ganz mit Blüthen er dich bestreut!
Text Authorship:
- by Friedrich Heinrich Oser (1820 - 1891), "Rausche, rausche, froher Bach", appears in Liederbuch, in 1. Naturlieder, no. 31
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- ENG English (Sharon Krebs) , copyright © 2017, (re)printed on this website with kind permission
Confirmed with Liederbuch von Friedrich Oser. 1842-1874, Basel: Benno Schwabe Verlagsbuchhandlung, 1875, pages 30-31.
Note: in many older editions, the spelling of the capitalized word "überall" becomes "Ueberall", but this is often due to the printing process and not to rules of orthography; since the lower-case version is not "ueberall we use "Überall".
1 Lang: "hernieder schwanken"; Schläger: "sie nieder schwanken"2 Schläger: "an"
3 Lang: "Grüsst"
4 Lang, Schläger: "läßt dir's"
5 Lang: "holden"
5. Sommermorgen  [sung text not yet checked]
Frischer, tauiger Sommermorgen, [O wie erquickend dein]1 Antlitz mir lacht! Tief [noch im]2 rauschendem Walde verborgen Sind schon die [Vögel]3 jubelnd erwacht. Fern aus dem Moose wie duften die Rosen, Wie an dem Waldrand die Blumen der Au! [Und mit den goldenen Halmen]4 wie kosen Neckisch die Lüfte, blitzet der Thau! [Ach, und wie]5 leuchtet das Grün aus dem Thale, [Glänzet der Fluß]6 aus felsiger Kluft! [Schimmern die]7 Höhen in rosigem Strahle, Hold [umschleiert von bläulicher Luft!]8 Und hoch oben in weißem Gewimmel Ziehen dahin vor dem lustigen Wind Eilig die letzten Schäfchen am Himmel, Bis sie im Blauen verschwunden sind. -- Labende Kühle, leuchtender Schimmer, Sink' und blink mir in's Herz herein, Und aus dem Liede, du Thaugeflimmer, Strahl' in blitzendem Wiederschein!
Text Authorship:
- by Friedrich Heinrich Oser (1820 - 1891), "Sommermorgen", appears in Liederbuch, in 1. Naturlieder, no. 83
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- ENG English (Sharon Krebs) , "Summer morning", copyright © 2025, (re)printed on this website with kind permission
Confirmed with Liederbuch von Friedrich Oser, 1842-1874. Mit einem biographischen Verzeichnis der Componisten, Basel: Benno Schwabe, Verlagsbuchhandlung, 1875, pages 73-74.
1 Hauptmann: "Wie dein erquickend"2 Hauptmann: "in dem"
3 Hauptmann: "Vöglein"
4 Hauptmann: "Schau, mit den goldenen Ähren"
5 Hauptmann: "O wie uns"
6 Hauptmann: "Blinket der Strom"
7 Hauptmann: "Schwindelnde"
8 Hauptmann: "umschleiert, schwebend in Duft!"
6. Abendruhe  [sung text not yet checked]
Über den Hügeln hin Ziehen die Wolken sacht, Um zu verschwimmen dort Sanft in des Abends Pracht, O wie so schön, so ruhig schön Ziehn sie dahin an des Himmels Höhn! Herz, mein Herz, flieg' auf auch du, Gebe Gott dir Ruh, [Und heiteren, himmlischen Frieden dazu]1! Über die Fluren sieh Schwirren die Vöglein, husch! Suchen des Nestes Flaum Tief in dem Blüthenbusch. O wie so schön den Wald entlang Hallet und schallet ihr Abendsang! Herz, mein Herz, flieg' auf auch du, Gebe Gott dir Ruh, [Und freudiges, stilles Vertrauen dazu]1! Droben am Himmel nun Blitzet ein Sternlein schon, Als hätt's gelauscht von fern, Horch, auf der Glocken Ton. O wie schön, so mild und schön Lacht es herab von den blauen Höhn! Herz, mein Herz, flieg' auf auch du, Gebe Gott dir Ruh, [Und seliges, fröhliges Hoffen dazu]3!
Text Authorship:
- by Friedrich Heinrich Oser (1820 - 1891), "Abendruhe", appears in Liederbuch, in 1. Naturlieder, no. 116
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- ENG English (Sharon Krebs) , "Evening rest", copyright © 2017, (re)printed on this website with kind permission
Confirmed with Liederbuch von Friedrich Oser, 1842-1874, mit einem biographischen Verzeichnis der Componisten, Basel: Benno Schwabe, Verlagsbuchhandlung, 1875, page 104.
Confirmed with "Mancherlei Gaben und ein Geist." Homiletische Vierteljahrsschrift für das evangelische Deutschland, Dritter Jahrgang, zweiter Heft. Wiesbaden: Julius Niedner, 1863. from Blüthenstrauß christlicher Dichtkunst. Page 25.
1 Randhartinger: "Und Frieden dazu"2 Randhartinger: "Und Vertrauen dazu"
3 Randhartinger: "Und Hoffen dazu"