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Liebesleben. Eine Liederreihe für 1 Singstimme mit Pianofortebegleitung

Song Cycle by Ernst Edward Taubert (1838 - 1934)

1. Mein einsam' Fensterlein [sung text not yet checked]

Es geht hinaus nach Norden 
Mein einsam Fensterlein,
Dem ist noch nie geworden
Ein einz'ger Sonnenschein.

Ich pflanzt' in einen Scherben
Mir einen Nelkenzweig,
Den seh ich langsam scherben
Mit seinen Blüthen bleich. 

Und draußen spielt die Sonne
Und lacht und kost und küßt,
O,  daß von all' der Wonne
Für dich nichts übrig ist!

Authorship:

Confirmed with Julius (Ernst Wilhelm) Stinde, Der Liedermacher. Ein Roman aus Neu-Berlin, Berlin: Verlag von Freund & Jeckel, 1893. Appears in neuntes Kapitel, page 114.


Researcher for this text: Melanie Trumbull

2. Die Tanzschuhe [sung text not yet checked]

Ich habe ein Paar Schuhe
mit himmelblauem Band,
die nehm' ich aus der Truhe
gar oft in meine Hand.

Die Schuhe soll man legen
mir in den Sarg hinein;
viel lieber möcht' ich tanzen
darin den Hochzeitsreih'n.

Ihr Schuhe, lieben Schuhe
mit himmelblauem Band,
trüg' ich euch doch an den Füßen
und nicht in meiner Hand.

Authorship:

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Researcher for this text: Johann Winkler

3. Waldweg [sung text not yet checked]

Wo im Wald die klugen Rehe gehen
Unter dichten grünen Zweigen, 
Die zur Erde sich herniederneigen, 
Hab' ich meinen Schatz zuerst gesehen. 

Wußten selber kaum, wie uns geschehen, 
Als wir selig heimwärts gingen, 
Hand in Hand wie Kinder uns umfingen, 
Wo im Wald die klugen Rehe gehen.

Authorship:

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Confirmed with Julius Stinde, Der Liedermacher, Berlin: Freund & Jeckel, 1893. Appears in Zweiter Buch, viertes Kapitel, page 61.


Researcher for this text: Melanie Trumbull

4. Mütterchen [sung text not yet checked]

Wissen willst du, was ich thu' und treibe,
Wo der Weg mich führt und wo ich bleibe? 
Mütterchen, das kann ich dir nicht sagen,
Mußt danach mein süßes Liebchen fragen. 

Meinem Treulieb' hab' ich mich ergeben,
Gab die Seele hin fürs ganze Leben. 
Mütterchen, du darfst danach nicht fragen,
Wie das kommen ist, kann ich nicht sagen.

Authorship:

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Confirmed with Julius (Ernst Wilhelm) Stinde, Der Liedermacher. Ein Roman aus Neu-Berlin, Berlin: Verlag von Freund & Jeckel, 1893. Appears in vierzehntes Kapitel, page 167.


Researcher for this text: Melanie Trumbull

5. Wie lange noch? [sung text not yet checked]

Gebleicht sind die Linnen
und harren im Schrein.
Mein Schatz ist fortgezogen,
Ließ mich allein.

Vorm Fenster die Myrthe
bleibt allezeit grün.
Wie konnt' er mich verlassen
und fernhin zieh'n?

Es steht in der Kirche
geschmückt der Altar.
Ach Liebster, soll'n wir warten
noch manches Jahr?

Authorship:

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Researcher for this text: Johann Winkler

6. Trost [sung text not yet checked]

Und ist mein Schatz im [fremden]1 Land
So soll mich das nicht kränken.
Und [drückt]2 er mir auch nicht die Hand,
So wird er an mich denken. 
Denn der den Schwalben Heimweh gab
Und Nachtigallen Lieder:  
Der führet ihn bergauf, bergab,
Der bringt ihn mir auch wieder.

Authorship:

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Sharon Krebs) , copyright © 2021, (re)printed on this website with kind permission

View original text (without footnotes)

Confirmed with Julius (Ernst Wilhelm) Stinde, Der Liedermacher. Ein Roman aus Neu-Berlin, Berlin: Verlag von Freund & Jeckel, 1893. Appears in viertes Kapitel, page 62.

1 Hofmann, Reinhardt: "fernen"; further changes may exist not shown above.
2 Schwalm: "reicht"

Research team for this text: Sharon Krebs [Guest Editor] , Melanie Trumbull

7. Auftrag [sung text not yet checked]

Mein lieber Goldschmied, schmiede fein
Aus lautrem Gold zwei Ringelein
Für meinen Schatz und mich;
Und schreib' mit aller Kunst hinein,
Daß unsre Lieb soll ewig sein.
Doch, Goldschmied, eile dich.

Weithin ist noch die Ewigkeit,
Wir können harren gute Zeit
Mein treuer Schatz und ich;
Doch sind zum Hochzeitschor bereit
Die Engelein im Feierkleid,
Drum eile, Goldschmied, dich.

Die stimmen ihre Harfen schon
Und prüfen leis der Geigen Ton
Für meinen Schatz und mich.
O, laß sie warten nicht zu lang
Mit Freudenklang und Himmelssang.
Mein Goldschmied, eile dich.

Authorship:

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Confirmed with Julius Stinde, Der Liedermacher. Ein Roman aus Neu-Berlin, Berlin: Verlag von Freund & Jeckel, 1893. Appears in Des Bräutigams Lieder, einundzwanzigstes Kapitel, page 251.


Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

8. Im Heim [sung text not yet checked]

Still ist es worden aller Ort, 
Der Tag schloß müd' die Augen zu,
Am Himmel schwimmt der Mond in Ruh
Kein Sang ertönt, kein lautes Wort. 

Hernieder steigen Engel sacht,
Die setzen sich auf unser Haus 
Und breiten ihre Schwingen aus
Für dich, für mich, in treuer Wacht. 

Süßes Vergessen all' der Zeit,
Da ich nicht dein, da du nicht mein.
Nun hegt uns Liebesfrieden ein,
Kein Laut, kein Wort ... nur Seligkeit.

Authorship:

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Confirmed with Julius Stinde, Der Liedermacher. Ein Roman aus Neu-Berlin, Berlin: Verlag von Freund & Jeckel, 1893. Appears in Des Bräutigams Lieder, einundzwanzigstes Kapitel, page 253.


Researcher for this text: Melanie Trumbull
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