An Bertha

Song Cycle by Peter Cornelius (1824 - 1874)

Word count: 308

1. Sei mein! [sung text checked 1 time]

Tief im Gemüt
[Mir Liebe]1 glüht,
Und wem sie blüht
Sollst du sein,
Sollst all mein Drang
Die Tage lang,
Mein Nachtgesang
Zur Ruh' sein.

Wär' Glück mir hold,
All Gut und Gold,
Das deine sollt'
Im Nu sein;
Doch höchstes Gut,
Mein Lust und Mut,
Mein Herzensblut
Sollst du sein!

Sollst bis zum Tod
Mein Himmelsbrot,
Mein Wein so rot
Dazu sein.
O komm und bleib,
Mein Lieb, mein Weib,
Mein Seel' und Leib
Sollst du sein! 

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1 Seuffert: "Die Liebe mir"; further changes may exist not shown above.

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2. Wie lieb ich dich hab [sung text not yet checked]

Und sängen die [Vögel]1 dir laut meine Lieb',
Ein Wörtchen doch heimlich im Herzen noch blieb.

Und könnt' ich mit Perlen umhüllen dich ganz,
Sie könnten's nicht sagen mit all ihrem Glanz.

Und streuten's die Rosen an Duft vor dich hin,
Sie wüßten's doch halb nur, wie gut ich dir bin.

Und rauschten's die Quellen, und braust es der Wind,
Und fänden das Wort sie, das nimmer ich find':

Ja, sängen's die Sterne vom Himmel herab,
Sie könnten's nicht singen, wie lieb ich dich hab'!

Authorship

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1 Seuffert: "Vöglein"; further changes may exist not noted above.

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3. In der Ferne [sung text checked 1 time]

Die Blümlein auf der Heide
Sie blühen mir zum Leide,
Der dich verlassen mußt.
Nur wenn vereint wir beide
Uns ruhen Brust an Brust,
Dann blühen mir zur Lust
Die Blümlein auf der Heide.

Die Vögelein im Hage,
Sie singen lauter Klage,
Weil du, mein Lieb, nicht hie;
Doch eine Wundersage,
Wenn Gott dich mir verlieh,
Voll Jubel singen sie,
Die Vöglein in dem Hage.

Die Stern’ auf Himmelswegen
Führ’n Lieb’ der Lieb’ entgegen,
Dann, Heideblümelein,
Dann blüht ihr mir zum Segen,
Dann, Vöglein, stimmet ein,
Daß strahlend schauen drein
Die Stern’ auf Himmelswegen.

Authorship

Confirmed with Peter Cornelius, Gedichte, gesammelt und herausgegeben von Adolf Stern, Leipzig, Druck und Verlag von Breitkopf und Härtel, 1905.


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4. Dein Bildnis [sung text not yet checked]

Halb Dämmerschein, halb Kerzenlicht
Sich um dein liebes Bildnis flicht;

Da fallen mir Gedanken ein,
Halb Kerzenlicht, halb Dämmerschein:

Halb Dämmerschein, o Küssenszeit!
Halb Kerzenlicht, o Brautgeleit!

Es kommt die Zeit, o zage nicht,
Daß uns der Wonne Kranz umflicht,

Wo heimlich traut uns hüllet ein -
Halb Kerzenlicht, halb Dämmerschein!

Authorship

Researcher for this text: Bertram Kottmann