Der tiefe Brunnen weiß es wohl, Einst waren alle tief und stumm, Und alle wußten drum. Wie Zauberworte, nachgelallt Und nicht begriffen in den Grund, So geht es jetzt von Mund zu Mund. Der tiefe Brunnen weiß es wohl; In den gebückt, begriffs ein Mann, Begriff es und verlor es dann. Und redet' irr und sang ein Lied – Auf dessen dunklen Spiegel bückt Sich einst ein Kind und wird entrückt. Und wächst und weiß nichts von sich selbst Und wird ein Weib, das einer liebt Und - wunderbar wie Liebe gibt! Wie Liebe tiefe Kunde gibt! – Da wird an Dinge, dumpf geahnt, In ihren Küssen tief gemahnt... In unsern Worten liegt es drin, So tritt des Bettlers Fuß den Kies, Der eines Edelsteins Verlies. Der tiefe Brunnen weiß es wohl Einst aber wußten alle drum Nun zuckt im Kreis ein Traum herum
Songs of the World
Song Cycle by Alissa Firsova (b. 1986)
1. Weltgeheimnis  [sung text not yet checked]
Language: German (Deutsch)
Text Authorship:
- by Hugo Hofmann, Edler von Hofmannsthal (1874 - 1929), "Weltgeheimnis"
See other settings of this text.
Researcher for this page: Joost van der Linden [Guest Editor]2. Lied der Welt  [sung text not yet checked]
Language: German (Deutsch)
Flieg hin, Zeit, du bist meine Magd, Schmück mich, wenn es nächtet, schmück mich, wenn es tagt, Flicht mir mein Haar, spiel mir um den Schuh, Ich bin die Frau, die Magd bist du. Heia! Doch einmal trittst du zornig herein, Die Sterne schießen schiefen Schein, Der Wind durchfährt den hohen Saal, Die Sonn geht aus, das Licht wird fahl, Der Boden gibt einen toten Schein, Da wirst du meine Herrin sein! O weh! Und ich deine Magd, schwach und verzagt, Gott sei’s geklagt! Flieg hin, Zeit! Die Zeit ist noch weit! Heia!
Text Authorship:
- by Hugo Hofmann, Edler von Hofmannsthal (1874 - 1929), "Lied der Welt", written 1920
See other settings of this text.
Confirmed with Hugo Hofmannsthal, Gedichte Insel Verlag, Leipzig, 1922, page 38.
Researcher for this page: Joost van der Linden [Guest Editor]
3. Was ist die Welt?  [sung text not yet checked]
Language: German (Deutsch)
Flieg hin, Zeit, du bist meine Magd, Schmück mich, wenn es nächtet, schmück mich, wenn es tagt, Flicht mir mein Haar, spiel mir um den Schuh, Ich bin die Frau, die Magd bist du. Heia! Doch einmal trittst du zornig herein, Die Sterne schießen schiefen Schein, Der Wind durchfährt den hohen Saal, Die Sonn geht aus, das Licht wird fahl, Der Boden gibt einen toten Schein, Da wirst du meine Herrin sein! O weh! Und ich deine Magd, schwach und verzagt, Gott sei’s geklagt! Flieg hin, Zeit! Die Zeit ist noch weit! Heia!
Text Authorship:
- by Hugo Hofmann, Edler von Hofmannsthal (1874 - 1929), "Lied der Welt", written 1920
See other settings of this text.
Confirmed with Hugo Hofmannsthal, Gedichte Insel Verlag, Leipzig, 1922, page 38.
Researcher for this page: Joost van der Linden [Guest Editor]
Total word count: 329