Was blüht im Rathhausgarten, Ihr Röslein noch so frisch, Und blickt ihr voll Erwarten Hinan so träumerisch? Ist längst doch schon vermodert Die Hand, die euch begoß, Was glüht ihr doch und lodert, Und treibt ihr Schoß um Schoß? Aus niederm Bogen blicken Die Fenster trüb und blind, Und vom Gesimse nicken Nur Gräser, ach! im Wind. Kein Antlitz will sich zeigen Wie ihr so frisch und hold, Was müßt ihr doch euch neigen Gluthroth im Abendgold? Ja, Röslein, Menschentreue Verblüht und währt nicht lang, Ach! ihr nur blüht auf's neue Wie einst im selben Drang! Ach! ihr nur flüstert leise Im dufterfüllten Raum Mir zu die alte Weise, Daß Lieb' und Treu kein Traum.
Drei leichte Lieder für vierstimmigen Männerchor
by L.G. Sauer
1. Im Rathausgarten  [sung text not yet checked]
Text Authorship:
- by Friedrich Heinrich Oser (1820 - 1891), "Im Rathhausgarten", appears in Liederbuch, in 6. Romanzen, no. 396
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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):
- ENG English (Sharon Krebs) , "In the garden of the City Hall", copyright © 2026, (re)printed on this website with kind permission
Confirmed with Liederbuch von Friedrich Oser, 1842-1874. Mit einem biographischen Verzeichnis der Componisten, Basel: Benno Schwabe, Verlagsbuchhandlung, 1875, pages 372-373.
Researcher for this page: Sharon Krebs [Senior Associate Editor]
2. Hinaus  [sung text not yet checked]
Soweit in die Ferne die Straßen sich zieh'n, Die Berge, die Thale sind alle schon grün. Mein Herz, und du bliebest im dumpfigen Haus? Zu den Bergen, den Thalen, hinaus, o hinaus! Der Himmel so blau, und die Erde so bunt, So duftig die Wälder, so blumig der Grund. O was du geträumet und lange ersehnt, Ist Alles gekommen, nicht war es gewähnt: Der Frühling dem Herzen, der Frühling der Welt, Dem Vogel die Lieder, die Blume dem Feld. Mein Herz, und du bliebest im dumpfigen Haus? Zu den Bergen, den Thalen, hinaus, o hinaus! Es fließet die Quelle, es wehet der Wind, Wie doch alle so frisch und so fröhlich sind! Ich bliebe zu Hause? Ist Alles so grün, Soweit in die Ferne die Straßen sich zieh'n. Was Kummer und Sorgen, was Thränen und Schmerz: Gott hüt' mir mein frisches, mein fröhliches Herz!
Text Authorship:
- by Franz Alfred Muth (1839 - 1890), "Wanderlied", appears in Wintergarten: Novellen und Wanderbilder nebst einer lyrischen Nachlese, in Gedichte
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Confirmed with Franz Alfred Muth, Wintergarten: Novellen und Wanderbilder nebst einer lyrische Nachlese, Frankfurt am Main: G. J. Hamacher, 1874, page 158. Appears in Gedichte.
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3. Blümlein auf der Heide
Ein einsam Blümlein steht auf der Heide
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