Ofrahs Lieder

Song Cycle by Kurt Weill (1900 - 1950)

1. In meinem Garten stehn zwei Rosen[sung text checked 1 time]

In meinem Garten stehn zwei Rosen
und harren dein, mit dir zu kosen.
Als Schlangen lauern meine Locken
am Blumenbeete meiner Wangen.

O tue Freund nicht so erschrocken
und nahe ihnen ohne Bangen,
sie sollen Trauter dich berücken
in mir die Schönste zu erblicken.

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Researcher for this text: Caroline Diehl

2. Nichts ist die Welt mir[sung text checked 1 time]

Nichts ist die Welt mir,
ihre Lust nur Tand,
denk' ich der Seligkeit,
da deine Hand
von Liebesschauern
zitternd mich umwand.

Da schlürft' ich Wein
von deiner Lippen Süße,
lustwandelte auf deiner Wangen Wiese.
Ich litt ja gern den Tod,
dich zu befrei'n,
bist ja mein Hüter in der Liebe Hain,
der Herzens Glut, sie ist ja dein,
ja einzig dein!

Von deinen Wangen
pflück ich Würze süße,
dein Aug' war Balsam mir vom Paradiese.

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Researcher for this text: Caroline Diehl

3. Er sah mir liebend in die Augen[sung text checked 1 time]

Er sah mir liebend in die Augen,
und ich hielt kosend ihn umfangen,
und in dem Spiegel meiner Augen,
sah er sein eigen Bild gefangen.

Da küßt' er mir die dunklen Augen
und küßte sie so heiß und wild!

Der Schelm, der Schelm!
Er küßte nicht die Augen,
er küßte nur sein eigen Bild.

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Researcher for this text: Caroline Diehl

4. Denkst du des kühnen Flugs der Nacht[sung text checked 1 time]

Denkst du des kühnen Flugs der Nacht,
da du als Beute heimgebracht
den Mond mitsamt der Sternlein Pracht?

Sie schmückten nur mein Angesicht,
umschlossen mich so warm, so dicht,
ja zu mir eilt des Himmels Heer,
daß reichen Schmuck es mir bescher.

Wenn ich im Zwielicht dich umschließe
und saug an deiner Lippen Süße,
bist mein, bist mein, dich jubelnd grüße.
Bist mein, bist mein, ich lass' dich nicht,
ruhst einzig mir am Herzen dicht.
Dich gab mir Gott zur Lust, zur Ehr,
bist mein, bist mein, bist mein,
wie lieb ich dich so sehr!

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5. Nur dir fürwahr[sung text checked 1 time]

Nur dir fürwahr,
mein stolzer Aar,
ist hingegeben
mein ganzes Leben.
Ich lechz' nach dir
der Männer Zier,
bist der Gazelle Lebensquelle.

Die Taube ruft,
durch Balsamduft,
o komme, raste
auf meinem Aste.

Wann naht die Zeit
voll Seligkeit,
da ich erwarme
in deinem Arme?

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Researcher for this text: Caroline Diehl
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