by Julius Waldemar Grosse (1828 - 1902)
Erste Liebe
Language: German (Deutsch)
So hat noch Niemand mit mir gethan. An beiden Händen faßt' er mich an Und schaute mir in die Seele So unwiderstehlich, so tief hinein, Als wollt' er schau'n, wo ein Fältelein Ihm etwas noch verhehle. So hat noch Niemand mich gefragt; Was ich gejubelt, was ich geklagt, Das ruht nun in seinem Herzen. Die ganze Welt ward mir zum Traum: Bin ich es selbst noch, ich weiß es kaum, Mich blendet's wie Weihnachtskerzen. So hat [auch noch]1 Niemand mich geküsst, Nicht Vater, [noch Mutter]2 beim heiligen Christ. Nach all den bunten Geschenken! Doch alle nun gäb' ich [mit Lächeln]3 hin, So fröhlich ist [mir]4, so selig zu Sinn Darf ich an ihn nur denken!
View text without footnotes
2 Geiger: "Mutter"
3 Geiger: "lächelnd"
4 Geiger: "mir's"
Researcher for this page: Johann Winkler
Confirmed with Geschichte der deutschen Literatur mit ausgewählten Stücken aus den Werken der vorzüglichsten Schriftsteller von Heinrich Kurz, 4. Bd., Leipzig 1872
1 Geiger: "noch"2 Geiger: "Mutter"
3 Geiger: "lächelnd"
4 Geiger: "mir's"
Text Authorship:
- by Julius Waldemar Grosse (1828 - 1902), "Erste Liebe" [author's text checked 1 time against a primary source]
Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive):
- by Karl Geiger , "Erste Liebe", op. 2 (Vier Lieder für 1 Singstimme mit Pianoforte) no. 2, published 1888 [ voice and piano ], München, Werner [sung text checked 1 time]
- by Max Zenger (1837 - 1911), "Erste Liebe" [sung text checked 1 time]
Set in a modified version by Jan Levolslav Bella, Georg Bloch, Theodor Bungard-Wasem, August Bungert, Johannes Doebber, Victor Gluth, Richard Hering, Hans Hermann, Friedrich August Naubert, Theodor Winkelmann, Max Zenger.
Researcher for this page: Johann Winkler
This text was added to the website: 2025-12-09
Line count: 18
Word count: 120