by Friedrich von Matthisson (1761 - 1831)
Hast du's in meinem Auge nicht gelesen
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Language: German (Deutsch)
Hast du's in meinem Auge nicht gelesen Was ungestüm dein Mund seit gestern fragt? Ich ahn' in dir das gleichgeschaffne Wesen, Und meines Daseins öde Dämmrung tagt; In dunkler Wolke webt mit leiser Hand Die Sympathie geheimnißvoll ihr Band. Empfang', Ersehnter, diese Freudenzähre Zum Dank, daß du den Himmel mir enthüllt! Der Erd' entführt ins Thal der Schattenchöre Einst Psyche nur allein dein holdes Bild; So rettete von Tauris wildem Strand Sein Heiligtum Orest ins beßre Land. Du, den ich kühn aus Tausenden erwähle, O Schöpfer hoffnungsvoller Blüthenzeit! In diesem Kuß nimm meine ganze Seele, In diesem Ring, das Pfand der Ewigkeit; Am Sternenhimmel flammt das heil'ge Wort: Der Geister Einklang tönt unendlich fort.
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View text with all available footnotesConfirmed with Gedichte von Friedrich von Matthisson, Fünfzehnte Auflage, Zürich: bei Orell, Füßli und Comp., 1851, pages 213-214, in the section "Zweiter Zeitraum. 1787-1793."
Text Authorship:
- by Friedrich von Matthisson (1761 - 1831), "Der Bund", subtitle: "Sie an ihn", appears in In der Fremde (Schweiz und Frankreich) (1787-1794) [author's text checked 1 time against a primary source]
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