Der Abend schleiert Flur und Hain In traulichholde Dämrung ein, Manch Wölklein hell in Westen schwimt, Vom sanften Liebesstern durchflimt. Die Wogenflut tönt Schlummerklang, Die Bäume lispeln Abendsang, Der Wiesengras durchhaucht gelind Der liebe Sommerabendwind! Der Geist der Liebe wirkt und webt In allem, was sich regt und lebt! Im Meer, wo Wog' in Woge fließt, Im Hain, wo Blat an Blat sich schließt! O Geist der Liebe! führe du Mir meine fromme Laura zu, Mit ihr, bei dieser Sterne Schein Der Schöpfung Gottes mich zu freun!
P. Lindpaintner sets stanzas 1-2, 4
About the headline (FAQ)
View text with all available footnotesConfirmed with Lieder von Friedrich Matthisson. Vermehrte Auflage. Dessau, 1783, page 64; with Gedichte von Friedrich Matthisson. Mannheim in der neuen Hof- und akademischen Buchhandlung. 1787, pages 122-123; and with Friedrich Matthissons Gedichte herausgegeben von Gottfried Bölsing. Band I. Die Gedichte von 1776-1794. Nebst einem Anhang. Gedruckt für den litterarischen Verein in Stuttgart, Tübingen 1912, pages 16-17.
Above is the initial version of Matthisson's poem "Geist der Liebe". In the Breslau 1781 edition, the name Laura is changed to Maja (stanza 4, line 2); and in the Mannheim 1787 edition, the last stanza is as follows:
O Geist der Liebe, führe du Dem Jüngling die Geliebte zu! Ein süsser Blick der Lieb' erhellt Mit Himmelsglanz die Erdenwelt!
Text Authorship:
- by Friedrich von Matthisson (1761 - 1831), "Abendlied", written 1776-1777, appears in Gedichte aus der Schulzeit (1776-1778), first published 1781 [author's text checked 3 times against a primary source]
Go to the general view
Research team for this page: Emily Ezust [Administrator] , Melanie Trumbull , Peter Rastl [Guest Editor] , Johann Winkler
This text was added to the website between May 1995 and September 2003.
Line count: 16
Word count: 95