by Johann Baptist Mayrhofer (1787 - 1836)
Wie Ulfru fischt
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Language: German (Deutsch)
Der Angel zuckt, die Ruthe bebt, Doch leicht fährt sie heraus. Ihr eigensinn'gen Nixen gebt Dem Fischer keinen Schmaus! Was frommet ihm sein kluger Sinn, Die Fischlein baumeln spottend hin - Er steht am Ufer fest gebannt, Kann nicht in's Wasser, ihn hält das Land. Die glatte Fläche kräuselt sich, Vom Schuppenvolk bewegt, Das seine Glieder wonniglich In sichern Fluthen regt. Forellen zappeln hin und her, Doch bleibt des Fischers Angel leer, Sie fühlen, was die Freyheit ist, Fruchtlos ist Fischers alte List. Die Erde ist gewaltig schön, Doch sicher ist sie nicht! Es senden Stürme Eiseshöh'n; Der Hagel und der Frost zerbricht Mit einem Schlage, einem Druck, Das gold'ne Korn, der Rosen Schmuck - Den Fischlein unter's weiche Dach, Kein Sturm folgt ihnen vom Lande nach.
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Confirmed with Gedichte von Johann Mayrhofer. Wien. Bey Friedrich Volke. 1824, pages 42-43.
Note provided by Peter Rastl: In Schubert's (and Mayrhofer's, and Goethe's) time there was a distinction between "die Angel" (= door-hinge) and "der Angel" (= fishing tackle). Only in current German both are feminine.
Text Authorship:
- by Johann Baptist Mayrhofer (1787 - 1836), "Wie Ulfru fischt" [author's text checked 1 time against a primary source]
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