by Leonhard Widmer (1808 - 1868)
Auf den Bergen möcht' ich leben
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Language: German (Deutsch)
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Auf den Bergen möcht' ich leben, Auf den Alpen hehr und still; Mit den Wolken möcht ich schweben Nach dem fernen, theuren Ziel. Aber thränend nur und sehnend Blickt mein Auge stets dahin, Wo der Firnen Silberstirnen Weit in's Land hinein erglüh'n. Nach den Bergen zieht's mich wieder Mit unendlicher Gewalt, Hör ich Stimmen, hör ich Lieder, Die das Echo wiederhallt. Denn, o thränend nur und sehnend Blickt mein Auge stets dahin, Wo der Firnen Silberstirnen Weit in's Land hinein erglüh'n. Wenn vom Morgenstrahl umflossen Still des Thales Blumen blüh'n, Denk ich an die Alpenrosen, Die des Menschen Pflege flieh'n. Aber thränend nur und sehnend Blickt mein Auge stets dahin, Wo der Firnen Silberstirnen Weit in's Land hinein erglüh'n. In den Tiefen, ach, vergebens, Such' ich meines Glückes Spur, Denn der Friede meines Lebens Thront auf Himmelshöhen nur! Aber thränend nur und sehnend Blickt mein Auge stets dahin, Wo der Firnen Silberstirnen Weit in's Land hinein erglüh'n.
J. Nater sets stanzas 1, 2, 4
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View text with all available footnotesConfirmed with Helvetiens Naturschönheiten; oder, das Schweizerland mit seinen berühmtesten Bergen, Thälern, Seen, ed. by Joh. Kirchhofer, Aarau: F. G. Martin, 1856, page 49.
Also confirmed with Gedichte von Leonhard Widmer, Herausgegeben von einigen Freunden, Zürich: Druck von Zürcher und Furrer, 1869, pages 3-4.
Text Authorship:
- by Leonhard Widmer (1808 - 1868), "Sehnsucht nach den Bergen", appears in Gedichte, in Naturgefühl [author's text checked 2 times against a primary source]
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