by Christian Fürchtegott Gellert (1715 - 1769)
Ich hab in guten Stunden
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Language: German (Deutsch)
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Ich hab in guten Stunden Des Lebens Glück empfunden Und Freuden ohne Zahl; So will ich denn gelassen Mich auch in Leiden fassen; Welch Leben hat nicht seine Qual? Ja, Herr, ich bin ein Sünder, Und stets strafst du gelinder, Als es der Mensch verdient. Will ich, beschwert mit Schulden, Kein zeitlich Weh erdulden, Das doch zu meinem Besten dient? Dir will ich mich ergeben, Nicht meine Ruh, mein Leben Mehr lieben, als den Herrn. Dir, Gott, will ich vertrauen Und nicht auf Menschen bauen; Du hilfst, und du errettest gern. Laß du mich Gnade finden, Mich alle meine Sünden Erkennen und bereun. Jetzt hat mein Geist noch Kräfte; Sein Heil laß mein Geschäfte, Dein Wort mir Trost und Leben sein. Wenn ich in Christo sterbe, Bin ich des Himmels Erbe; Was schreckt mich Grab und Tod? Auch auf des Todes Pfade Vertrau ich deiner Gnade; Du, Herr, bist bei mir in der Noth. Ich will dem Kummer wehren, Gott durch Geduld verehren, Im Glauben zu ihm flehn. Ich will den Tod bedenken. Der Herr wird Alles lenken, Und was mir gut ist, wird geschehn.
C. Bach sets stanzas 1, 5
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View text with all available footnotesConfirmed with Gellert’s [sic] geistliche Oden und Lieder, Berlin: Weidmannsche Buchhandlung, 1859, pages 142-143.
Note for Lang's setting: stanza 1, line 3, word 3 ("ohne") is "sonder" in one manuscript, but reverts to "ohne" in the repetition.
Text Authorship:
- by Christian Fürchtegott Gellert (1715 - 1769), "In Krankheit" [author's text checked 1 time against a primary source]
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