by Amalia von Helvig (1776 - 1831), as Anna Imhof
O Tannenwald, o Tannenwald
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Language: German (Deutsch)
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O Tannenwald, o Tannenwald, Dich hab' ich mir erkoren! Du bist mein liebster Aufenthalt -- Die Welt ist so gescheidt und kalt. Bei Menschenwitz und Menschenlärm Fühl' ich mich so verloren. O Tannenwald, o Tannenwald, Wie lieb' ich deinen Schatten! Du bist so dunkel, frisch und kühl -- Bei Menschen wird mir oft so schwül, Im heißen Kampf des Lebens will Die Seele oft ermatten. O Tannenwald, o Tannenwald, Mit deinem grünen Dache! Machst mir das Herz so weit und warm, Die Welt ist an Gefühl so arm, Viel voller klingt dein Rauschen, als Der Menschen leere Sprache. O Tannenwald, o Tannenwald, Es wimmeln deine Aeste Von buntem Völklein groß und klein, Das ist ein munterer Verein. -- An welcher Tafel findet man So harmlos frohe Gäste? O Tannenwald, o Tannenwald, Es bleiben deine Bäume Stets frisch und grün durch's ganze Jahr -- Die Menschen sind so wandelbar, So grausam, ach! zerstören sie Oft ihre schönsten Träume. O Tannenwald, o Tannenwald, Voll Einsamkeit und Frieden! Stimmst mir das Herz so fromm und still, Wenn es die Welt verflachen will. O Tannenwald, mein Tannenwald, Wir bleiben ungeschieden!
H. Schletterer sets stanzas 1, 2, 4, 6
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View text with all available footnotesConfirmed with Die poetische Nationalliteratur der deutschen Schweiz, mit biographischen und kritischen Einleitungen von Dr. J.J. Honnegger, Vierter Band, Glarus: Verlagsbuchhandlung von J. Vogel, 1876, pages 767-768. Note: the poet is given as Anna Imhoof in this book.
Text Authorship:
- by Amalia von Helvig (1776 - 1831), as Anna Imhof, "O Tannenwald!" [author's text checked 1 time against a primary source]
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Researcher for this page: Sharon Krebs [Senior Associate Editor]
This text was added to the website: 2018-10-11
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