by Johannes Martin Miller (1750 - 1814)
Gränzt die Freude denn hienieden
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Language: German (Deutsch)
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Gränzt die Freude denn hienieden Immer nur an Traurigkeit? Ist uns denn kein Glück beschieden, Das sich ohne Thränen freut? Kronhelm, ach, und du Erwählte, Schmerz und Wonne schafft ihr mir! Kaum daß Liebe nicht mehr quälte, Quälet Freundschaft mich dafür. Kaum daß Sie dem wunden Herzen Endlich Linderung ertheilt, Wird mit neuen bangen Schmerzen Die zerrißne Brust zertheilt. An die Eine Seite sinket Das erflehte Mädchen hin; Ach, und von der andern winket Unerforschte Schickung Ihn! Wandl', o Freund! nach tausend Thränen, Dem erweinten Mädchen zu! Erndte, nach so langem Sehnen, Der erweichten Liebe Ruh! Und Du, Mariane, eile, Segen lächelnd, an mein Herz, Und umarme mich, und heile Der verlaßnen Freundschaft Schmerz!
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View text with all available footnotesConfirmed with Johann Martin Miller, Siegwart. Eine Klostergeschichte, Faksimiledruck nach der Ausgabe von 1776, mit einem Nachwort von Alain Faure, Zweiter Band, Stuttgart: J.B. Metzlersche Verlagsbuchhandlung, 1971, pages 755-756
Text Authorship:
- by Johannes Martin Miller (1750 - 1814), "Nach Kronhelms zweyten Abschied", appears in Siegwart. Eine Klostergeschichte [author's text checked 1 time against a primary source]
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Researcher for this page: Sharon Krebs [Senior Associate Editor]
This text was added to the website: 2016-06-16
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