by Johannes Martin Miller (1750 - 1814)
Keimen sah ich Eure Liebe
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Language: German (Deutsch)
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Keimen sah ich Eure Liebe, Wie den Weidenzweig am Quell; Oft war Euch der Himmel trübe, Oft schien Euch die Sonne hell. Stürme beugten oft Euch nieder, Drohten Untergang und Tod, Aber Ihr erhobt Euch wieder Im erhellten Abendroth. -- Ach wie gern, Ihr Lieben, freute Meine Seele sich mit Euch! Wenn nicht ein Geschick mir dräute, Eurem, nun verfloßnen, gleich. Drohende Gewitter drängen Sich in schwarzer Nacht daher; Dunkle Wetterwolken hängen Ueber meine Scheitel her. Mit der ängstlichbangen Zähre Steigt ein Seufzer aus der Nacht: Daß der Tag auf ewig währe, Der Euch jetzt so heiter lacht! -- Blickt aus Eurem Sonnenscheine Mir den hellen Trost herbey: Daß mein Aug nicht ewig weine, Und mich Lieb' auch einst erfreu!
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View text with all available footnotesConfirmed with Johann Martin Miller, Siegwart. Eine Klostergeschichte, Faksimiledruck nach der Ausgabe von 1776, mit einem Nachwort von Alain Faure, Zweiter Band, Stuttgart: J.B. Metzlersche Verlagsbuchhandlung, 1971, pages 799-800
Text Authorship:
- by Johannes Martin Miller (1750 - 1814), "Auf die Vermählung meiner theuren Schwester und meines theuren Kronhelms", appears in Siegwart. Eine Klostergeschichte [author's text checked 1 time against a primary source]
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Researcher for this page: Sharon Krebs [Senior Associate Editor]
This text was added to the website: 2016-06-16
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