by Anna (Nuhn) Ritter (1865 - 1921)
Mein Traum
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Language: German (Deutsch)
Liegt nun so still die weite Welt, Die Nacht geht schwebend durch das Feld, Der Mond lugt durch die Bäume. Da steigts herauf aus tiefem Grund, Da flüsterts rings mit süßem Mund, Die Träume sind's, die Träume. Sie tragen Mohn im goldnen Haar Und singend dreht sich Paar um Paar In wundersamen Reigen -- Nur einer steht so ernst bei Seit', In seinen Augen wohnt das Leid, Auf seiner Stirn das Schweigen. O Traum, der meine Nächte füllt, Der meinen Tag in Thränen hüllt, Willkommen doch, willkommen! Du bist's allein, der Treue hält, Da alles Andre mir die Welt Genommen hat, genommen.
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Research team for this page: Peter Donderwinkel , Sharon Krebs [Senior Associate Editor]
Confirmed with Anna Ritter, Gedichte, Neunte Auflage, Stuttgart und Berlin: J.G. Cotta'sche Buchhandlung Nachfolger, 1900, pages 100-101.
Text Authorship:
- by Anna (Nuhn) Ritter (1865 - 1921), "Mein Traum", appears in Gedichte, in 2. Vermischte Gedichte, no. 19 [author's text checked 1 time against a primary source]
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