by Friedrich von Schiller (1759 - 1805)
Dithyrambe
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Language: German (Deutsch)
Nimmer, das glaubt mir,
Erscheinen die Götter,
Nimmer allein.
Kaum daß ich Bacchus den lustigen habe,
Kommt auch schon Amor, der lächelnde Knabe,
Phöbus der Herrliche findet sich ein.
Sie nahen, sie kommen
Die Himmlischen alle,
Mit Göttern erfüllt sich
Die irdische Halle.
Sagt, wie bewirth' ich,
Der Erdegebohrne,
Himmlischen Chor?
Schenket mir euer unsterbliches Leben,
Götter! Was kann euch der Sterbliche geben?
Hebet zu eurem Olymp mich empor!
Die Freude, sie wohnt nur
In Jupiters Saale,
O füllet mit Nektar,
O reicht mir die Schale!
Reich ihm die Schale!
Schenke dem Dichter,
Hebe nur ein.
Netz' ihm die Augen mit himmlischem Thaue,
Daß er den Styx, den verhaßten, nicht schaue,
Einer der Unsern sich dünke zu sein.
Sie rauschet, sie perlet,
Die himmlische Quelle,
Der Busen wird ruhig,
Das Auge wird helle.
F. Schubert sets stanzas 1-2 in (at least) one setting - see below for more information
Confirmed with Musen-Almanach für das Jahr 1797, herausgegeben von Schiller. Tübingen, in der J.G.Cottaischen Buchhandlung, pages 120-121, and with Gedichte von Friederich Schiller, Erster Theil, Leipzig, 1800, bey Siegfried Lebrecht Crusius, pages 151-152.
First published 1797 with the title "Der Besuch" in Schiller's Musen-Almanach
Text Authorship:
- by Friedrich von Schiller (1759 - 1805), "Dithyrambe", written 1796, first published 1797 [author's text checked 2 times against a primary source]
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