by Johann Ludwig Uhland (1787 - 1862)
Es zogen drei Bursche wohl über den...
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Language: German (Deutsch)
Es zogen drei Bursche wohl über den Rhein, bei einer Frau Wirthin da kehrten sie ein. "Frau Wirthin, hat sie gut Bier und Wein? Wo hat sie ihr schönes Töchterlein?" "Mein Bier und Wein ist frisch und klar, mein Töchterlein liegt auf der Todtenbahr'." Und als sie traten zur Kammer hinein, da lag sie in einem schwarzen Schrein. Der Erste schlug den Schleier zurück und schaute sie an mit traurigem Blick: "Ach lebtest du noch, du schöne Maid! Ich würde dich lieben von dieser Zeit!" Der Zweite deckte den Schleier zu und kehrte sich ab und weinte dazu: "Ach, daß du liegst auf der Todtenbahr'! Ich hab' dich geliebet so manches Jahr!" Der Dritte der hub ihn wieder sogleich und küßte sie auf den Mund so bleich: "Dich liebt' ich immer, dich lieb' ich nocht heut' und werde dich lieben in Ewigkeit!"
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View text with all available footnotesConfirmed with Gedichte von Ludwig Uhland, Stuttgart: Fr. Henne, 1840. Appears in Balladen und Romanzen, page 237.
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- by Johann Ludwig Uhland (1787 - 1862), "Der Wirthin Töchterlein", appears in Balladen und Romanzen [author's text checked 1 time against a primary source]
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