by Wilhelm Müller (1794 - 1827)
Wenn auf dem höchsten Fels ich steh'
NOTE: the footnotes have been removed from this text; return to general view
Language: German (Deutsch)
Wenn auf dem höchsten Fels ich steh', In's tiefe Thal hernieder seh' Und singe, Fern aus dem tiefen dunkeln Thal Schwingt sich empor der Wiederhall Der Klüfte. Je weiter meine Stimme dringt, Je heller sie mir wiederklingt Von unten. Mein Liebchen wohnt so fern von mir, Drum sehn' ich mich so heiß nach ihr Hinüber! Viel steile Berge vor mir stehn, Die Flüsse schäumend sich ergehn Im Thale. Der Aar sich in die Wolken schwingt, Die Gemse durch die Klüfte springt Hinüber! Die Wolken ruhen auf der Höh', Und durch die Nebel glänzt der Schnee Der Gipfel. Je stolzer mir mein Mädchen thut, Je höher steigt empor mein Muth In Liebe. Ein Glöckchen klingt im stillen Thal, Die Essen rauchen überall Im Dorfe. Ach, Mädchen, Mädchen, nimm mich bald! Es ist so öd', es ist so kalt Hier oben.
J. Bürde sets stanzas 1-6
C. Banck sets stanzas 1-2, 4, 10
C. Mangold sets stanzas 1-4, 9-10
F. Schubert sets stanzas 1-4
About the headline (FAQ)
View text with all available footnotesConfirmed with Gedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten. Herausgegeben von Wilhelm Müller. Zweites Bändchen. Deßau 1824. Bei Christian Georg Ackermann, pages 111-112; and with Urania. Taschenbuch auf das Jahr 1822. Neue Folge, vierter Jahrgang. Leipzig: F. A. Brockhaus. 1822, pages 419-420.
First published in Urania (see above) as the second poem of Ländliche Lieder, with each two consecutive stanzas combined into one with six lines.
Text Authorship:
- by Wilhelm Müller (1794 - 1827), "Der Berghirt", appears in Gedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2, in Ländliche Lieder, first published 1822 [author's text checked 2 times against a primary source]
Go to the general view
Research team for this page: Emily Ezust [Administrator] , Peter Rastl [Guest Editor] , Johann Winkler
This text was added to the website: 2003-11-07
Line count: 30
Word count: 143