by Eduard Vogt (1814 - 1880)
Nachsommer
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Language: German (Deutsch)
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Die Erde legt sich schon zur Ruh', Deckt sich mit weißem Bettchen zu, Und lieget schon ein Weilchen still, Als wie ein Kind, das schlafen will. Die Sonne steht dabei, und wacht, Bis sie das Kind in Schlaf gebracht, Hat sie es noch 'mal angeseh'n, Seht ihr sie leis' vom Bettchen geh'n. Doch wie sie sich hinunterbückt, Ein Küßchen auf die Stirne drückt, Sieht sie das Kindlein lächelnd an: "Ach Mutter! hab' nur so gethan!" Nun wird ein Weilchen noch gescherzt, Das Kindlein in den Schlaf geherzt, Und sorglich wieder zugedeckt, Daß nichts mehr seinen Schlummer weckt. "Nun gute Nacht! und schlumm're fein! Behüt' dich dein Schutzengelein!" Die Mutter löscht das Lämpchen aus Und geht zum Kämmerlein hinaus. Wie schlummert nun so süß das Kind! Das weiße Bettchen deckt es lind -- So schlumm're sanft! Schutzengel wacht, Und bald ist's Morgen -- gute Nacht.
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Confirmed with Eduard Vogt, Gedichte, Stuttgart: Hallberger'sche Verlagshandlung, 1839, pages 35-36.
Text Authorship:
- by Eduard Vogt (1814 - 1880), "Nachsommer" [author's text checked 1 time against a primary source]
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