by Johann Georg Jacobi (1740 - 1814)
Bei der stillen Mondeshelle
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Language: German (Deutsch)
Bei der stillen Mondeshelle Treiben wir mit frohem Sinn Auf dem Bächlein, ohne Welle, Hin und her, und her und hin. Schifflein! gehst, und kehrest wieder Ohne Segel, ohne Mast; Bächlein! trägt uns auf und nieder, Spielend mit der kleinen Last. Nichts zu fürchten, nichts zu meiden Ist, so weit das Auge sieht. Flüstert leis', ihr jungen Weiden! Mädchen! singt ein Abendlied. Denn zu Ruhm und eiteln Schätzen Lockt uns nicht das ferne Meer; Suchen friedliches Ergötzen, Schwimmen unbekannt umher. Mädchen! gebt des Herzens Freuden, Wenn ihr sicher leben wollt, Gebt sie mäßig und bescheiden, Nicht um Ehre, nicht um Gold. Treues Lieben und Gefallen Sei mit reiner Lust gepaart, Und, wie dieses Schiffleins Wallen, Ruhig einst die letzte Fahrt!
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View text with all available footnotesConfirmed with Iris, des achten Bandes erstes Stück, Berlin: bey Haude und Spener, 1776. pages 837 - 838; and confirmed with Gedichte von Johann Georg Jacobi, Wien, bey Ch. Kaulfuß & C. Armbruster, 1816, pages 199-200.
Text Authorship:
- by Johann Georg Jacobi (1740 - 1814), "Schiffer-Lied", subtitle: "Auf dem Düssel-Bach" [author's text checked 2 times against a primary source]
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This text was added to the website: 2005-04-22
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