by Friedrich Heinrich Karl, Freiherr de La Motte-Fouqué (1777 - 1843)
Des Kosaken Heimritt
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Language: German (Deutsch)
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Mädchen, liebes Deutsches Mädchen, Komm' an's Fenster, laß dein Rädchen, Laß die Nadel und das Fädchen, Sieh Kosaki an! Schlank auf schlankem Pferdchen sitzend, Hell in Silberwaffen blitzend, Gute Freunde flink beschützend, Singt er sich heran. Weißt? In vor'gen Jahres Mitten Kam Kosaki auch geritten, Und da ward noch heiß gestritten Mit entbranntem Muth. Liebe Mädchen weinten, zagten, Doch wir späh'ten, doch wir wagten, Bis wir all' die Feide jagten: Hei Franzus caput! Ja in mancher Kampfesreise Späht' ich auf Kosaken-Weise, Trabte still zurück und leise, Brachte Kunde fein. Dann brach Preußens Cavallerja Rüstig vor auf Infanterja, Nahm Gefang'n' und Artillerja, Ich stach hinterdrein. Und nun reit' ich lustig wieder, Berg hinauf und Berg hernieder, In das Land der süßen Lieder, Nach Tscherkaskoi's Pracht. Küß' dann, Bräutchen, küß' mich heute! Morgen zeig' ich blanke Beute, Und dann staunt die Hocherfreute, Nickt mir zu und lacht. Bald soll dich die Hochzeit kränzen, Bald in Frankenschmuck du glänzen, Und da dreh'n wir uns in Tänzen Zier nach Landesbrauch, Danken Gott, der Sieg gegeben, Lassen hoch den Kaiser leben, Fridrich Wilhelm auch daneben, Und brav Prußki auch.
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Confirmed with Gedichte von Fridr. Baron de la Motte-Fouqué, Zweyter Theil, Neueste Auflage, Wien: Bey B. Ph. Bauer, 1818, pages 115-117
Text Authorship:
- by Friedrich Heinrich Karl, Freiherr de La Motte-Fouqué (1777 - 1843), "Des Kosaken Heimritt" [author's text checked 1 time against a primary source]
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