by Johann Gabriel Seidl (1804 - 1875)
Ständchen
NOTE: the footnotes have been removed from this text; return to general view
Language: German (Deutsch)
Our translations: ENG
Zu des Mondes sanftem Schimmer Schickt sich wohl ein sanftes Lied, Das mit seinem Lichtgeflimmer Still in offne Herzen zieht. Wenn die Strahlen freundlich fallen Auf das Liebe Fensterlein, Schleicht wohl auch des Liedes Schallen Unbemerkt such mit hinein. Licht und Klang soll sich vereinen Zu der Liebe treuem Flehn, Jenes hold ihr Haupt umscheinen, Dieser mild ihr Ohr umwehn! Wenn sie wacht, so zaubre leise Licht und Klang das Aug' ihr zu Und verweb' auf Wunderweise Still mein Bild in ihre Ruh'. Wenn sie schläft, so rufe leise Licht und Klang sie wieder wach, Lock' auf wunderbare Weise Ihr Gefühl sich schmeicheld nach. Locke sie zum Fenster wieder, Unter dem ihr Sänger steht, Bis vom treuen Munde nieder Ihm ein Laut der Liebe weht. Lasse sie ergriffen lauschen, Lasse sie den Vorhang ziehn, Zweifelnd, ob die Strahlen rauschen, Ob die Töne strahlend glühn. Noch ein Griff dann in die Saiten, Noch ein Gruß mit voller Macht, Noch ein stiller Wink vom weiten, Und dann -- gute, gute Nacht!
G. Meyerbeer sets stanzas 1-5, 7, 6, 8
Confirmed with Natur und Herz. Lyrische Nachlese von Johann Gabriel Seidl, Stuttgart, Druck und Verlag von Eduard Hallberger, 1853, pages 213-214.
Text Authorship:
- by Johann Gabriel Seidl (1804 - 1875), "Ständchen", appears in Natur und Herz, first published 1852 [author's text checked 1 time against a primary source]
Go to the general view
Research team for this page: Emily Ezust [Administrator] , Laura Stanfield Prichard [Guest Editor] , Dr Melissa Givens [Guest Editor]
This text was added to the website: 2017-05-30
Line count: 32
Word count: 180